
Der Wettbewerb „macht mathe“ richtet sich an Schüler:innen der Oberstufe, die in Dreier- oder Viererteams entweder anwendungsorientierte Aufgaben bei der Alympiade oder innermathematische Aufgaben beim B-Tag lösen. Dies findet an einem Vormittag von 8 bis 15 Uhr statt, die Schüler:innen organisieren sich dabei die Arbeit inklusive der Hilfsmittel selbstständig. Zunächst geht es darum, sich gegen die Konkurrenz an der eigenen Schule durchzusetzen: Bei der Alympiade qualifizieren sich zwei Teams für das Landesranking, beim B-Tag eins. Beim Landesranking qualifizieren sich dann acht Teams aus ganz NRW für das Landesfinale der Alympiade, die vier besten Teams dürfen am abschließenden Workshop des B-Tag teilnehmen.
Am AMG haben sechs Teams an der Alympiade teilgenommen: Johannes Molis, Bianka Windisch und Caroline Schloemer konnten sich beim Landesranking im Mittelfeld platzieren, während Simon Glauner, Nikolaos Kasampalidis, Paul Diedrich und Corwin Böker unter 121 Teams einen starken 10. Platz belegten und damit die Qualifikation für das Landesfinale knapp verpasst haben.
Beim B-Tag konnten Wolf Pusill-Wachtsmuth, Tom Brauner, Tim Rosenfeld und Frederik Weidt unter 37 Teams einen starken sechsten Platz erreichen – und sie hatten dann noch zusätzlich das nötige Glück: Aufgrund zweier Absagen wurden sie für das Workshop-Wochenende in Soest nachnominiert! Hier der Bericht von Wolf über dieses Wochenende:
Mathe Workshop in Soest am 6./7.2.26
Nachdem uns mitgeteilt wurde, dass wir die Möglichkeit hätten, zum Workshop-Wochenende nach Soest zu fahren, war die Freude natürlich groß! Die erste Hürde war die Hinfahrt.
Da all unsere Eltern an einem Freitagmorgen arbeiten mussten, blieb uns nichts anderes übrig, als mit der Bahn nach Soest zu fahren. Dafür starteten wir in Bensberg um 5:30 Uhr mit der Linie 1 in Richtung Köln Messe/Deutz. Dort standen wir dann anderthalb Stunden, da unsere Bahn ausfiel und die Verbindungen nach Soest doch recht spärlich sind. Aufgrund dieser Umstände kamen wir auch erst später in Soest an. Um 9:45 begann das Programm, vermutlich mit einer Infoveranstaltung, da uns über die Tage immer wieder Infos fehlten, die alle anderen doch zu wissen schienen, und danach in den beiden Gruppen des Wettbewerbes die Arbeitsphasen. Wir kamen also erst in der Arbeitsphase ca. 40 Minuten später an. Glücklicherweise war unsere Gruppe, der B-Tag, noch bei der Vorstellungsrunde, der wir uns dann anschlossen. Nach dieser ging das Programm direkt los und wir bekamen einen Einblick in die Knotentheorie aus dem mathematischen Teilgebiet der Topologie.
Uns betreuten zwei Doktoranden und ein Professor der Universität Wuppertal. Der hauptsächlichen Vortrag hielt einer der Doktoranden namens Christian. Insgesamt waren wir 13 Schüler. Alle anderen aus Leistungskursen unterschiedlicher Schulen, was jedoch den netten Austausch nicht ausbremste. Generell war für uns diesmal kein Wettbewerb mehr, sondern ausschließlich ein Workshop, der auf einen Austausch unter den Teams und Zusammenarbeit ausgelegt war, an dem sich alle Teams auch mehr oder weniger beteiligten. So arbeiteten wir also bis 13 Uhr, bis es dann Mittagessen gab. Um 14 Uhr ging es aber auch schon weiter bis 18 Uhr zum Abendessen und danach nochmal bis 20 Uhr. Zwischendurch hatten wir zwar mal ein-zwei zehnminütige Pausen, aber alles in allem war das gesamte Programm recht streng durchgetaktet. Insgesamt baute alles aufeinander auf, sodass es definitiv wichtig war, dass man alles verstand. Der Kopf rauchte allerdings recht schnell, trotz der wirklich gut geführten Präsentation mit den Erklärungen. Es handelte es sich jedoch nicht ausschließlich um Vorträge, sondern auch eigenes Probieren und Experimentieren mit angewandten Problemen war gefragt.
Am Abend wollten wir noch einmal schnell zu einem Supermarkt, nachdem uns aber auffiel, dass eigentlich niemand etwas benötigte, drehten wir nach zehn Minuten wieder um. Das sollte sich kurze Zeit später auch als gute Entscheidung herausstellen, da alle Teilnehmer, also Alymipade und B-Tag, im Vorraum der Unterkunft in einem großen Kreis standen und gemeinsam noch Kennenlern-Spiele spielten für den Austausch zwischen den beiden Gruppen. So kamen wir also gerade noch pünktlich – ein zweites Mal – und es entwickelte sich noch ein schöner Abend. Danach ging es ins Bett, was auch wichtig war, da wir am nächsten Morgen erneut um 6:30 Uhr aufstehen mussten. Es mussten vor dem Frühstück um 7:30 Uhr alle Zimmer geräumt sein und nach diesem ging es dann noch bis 12 Uhr mit der Arbeit weiter. Ziel des Ganzen war es, eine 30-minütige Abschlusspräsentation zu basteln, in welcher wir den Teams der Alympiade mit einer Demonstration eines zuvor von diesen kreierten Knotens zeigten, wie man einen solchen wieder mit Mathematik lösen kann und wie sich dies auch mit jener beweisen lässt.
Nach dem Vortrag fand noch eine Siegerehrung statt und nach einem letzten Austausch mit einigen anderen machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fuhren nach Bensberg zurück – diesmal ohne Verspätung und Zugausfälle.
Alles in allem waren es also definitiv zwei sehr gelungene Tage und wir sind dankbar, dass wir an diesen teilnehmen konnten.
Wolf Pusill-Wachtsmuth (EF)
