Vom 5. bis 7. Dezember 2025 machten sich die beiden Differenzierungskurse der Stufe 9, Latein und Französisch (als dritte Fremdsprache), gemeinsam auf den Weg nach Trier und Luxemburg. Ziel der Exkursion war es, Geschichte, Sprache und Europa nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern direkt vor Ort zu erleben – und das mitten in der Adventszeit.
Die Anreise am Freitag mit der Bahn begann allerdings etwas weniger europäisch-harmonisch als erhofft: Verspätungen sorgten dafür, dass wir unsere Geduld gleich zu Beginn unter Beweis stellen mussten. Mit Humor, guter Laune und dem festen Ziel vor Augen ließen wir uns davon jedoch nicht ausbremsen. In Luxemburg angekommen, ging es für uns als Erstes zur Ausstellung „Europa Experience“. Dort konnten wir die Europäische Union auf eine sehr moderne und abwechslungsreiche Weise entdecken: Ein immersives Filmerlebnis im 360°-Kino vermittelte eindrucksvoll zentrale europäische Themen, während verschiedene Multimediastationen dazu einluden, sich interaktiv mit der Arbeit der EU auseinanderzusetzen. Anschließend erkundeten wir Luxemburg-Stadt bei einem Rundgang und ließen uns von der festlichen Stimmung der Weihnachtsmärkte begeistern – inklusive der einen oder anderen heißen Schokolade, die bei winterlichen Temperaturen natürlich nicht fehlen durfte.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Geschichte Triers – teils gemeinsam, teils kursweise mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Am Vormittag trennten sich unsere Gruppen:
Die Lateinerinnen starteten ihren Programmtag im Rheinisches Landesmuseum Trier, einem der bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands. Dort erhielten sie einen eindrucksvollen Überblick über rund 200.000 Jahre Geschichte der Region. Anschließend ging es weiter zur Porta Nigra, wo die Schülerinnen an der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“ teilnahmen. Ein als römischer Zeitzeuge auftretender Schauspieler nahm die Gruppe mit auf eine anschauliche Zeitreise in das Trier vor rund 1.800 Jahren und vermittelte lebendige Einblicke in das Leben zur Römerzeit.
Die Französisch-Gruppe besuchte das Stadtmuseum und nahm an der Führung „Trier unter der Trikolore“ teil. Der Schwerpunkt lag dabei ganz klar auf der französischen Zeit der Stadt: Wir beschäftigten uns vor allem mit der Herrschaft Napoleons und lernten, wie stark diese Phase Trier und die gesamte Region politisch, gesellschaftlich und kulturell geprägt hat. Anschließend ging es zu den Kaiserthermen, wo die Schülerinnen und Schüler bei einer Rallye selbst aktiv wurden und die römische Vergangenheit eigenständig erkundeten.
Am Nachmittag blieb Zeit zur freien Verfügung – zum Bummeln durch die Stadt, für kleine Entdeckungen oder einfach zum Aufwärmen. Ein besonderer gemeinsamer Höhepunkt folgte am Abend mit dem Besuch des Weihnachtsoratoriums in der Konstantin-Basilika. Die beeindruckende Kulisse und die Musik sorgten für eine ganz besondere Stimmung. Danach ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen – ein fröhlicher, entspannter Abschluss, bei dem viel gelacht wurde und der uns allen in Erinnerung bleiben wird.
Am Sonntagmorgen hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen. Die Rückfahrt nach Köln verlief diesmal erfreulich reibungslos, sodass wir entspannt und mit vielen Eindrücken im Gepäck nach Hause zurückkehren konnten.
Diese Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig das Lernen in der dritten Fremdsprache sein kann. Latein und Französisch eröffnen nicht nur neue sprachliche Zugänge, sondern ermöglichen auch spannende Einblicke in Geschichte, Kultur und Europa – weit über den Unterricht hinaus.
Text: Svea Freudenstein








