Am 28.01.2026 haben wir mit unserem Lateinkurs (Kl. 8abd) und unserer Lateinlehrerin Frau Verheyen einen Ausflug ins Römisch-Germanische Museum in Köln gemacht. Da das Museum gerade umgebaut wird, findet die Ausstellung zurzeit im Belgischen Haus statt.
Dort wurden wir von einer netten Archäologin begrüßt, die uns zuerst etwas über dierömische Geschichte Kölns erzählte. In der Römerzeit hieß Köln Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz CCAA). Diesen Namen bekam die Stadt im Jahr 50 n. Chr., als die römische Kaiserin Agrippina ihre Geburtsstadt zu einer römischen Kolonie machte.
Danach zeigte sie uns viele spannende Fundstücke, die alle bei Ausgrabungen in Köln entdeckt wurden. Im Erdgeschoss sahen wir zum Beispiel einen besonderen Grabstein in Form eines Hauses mit dem Kopf der Verstorbenen. Gemeinsam übersetzten wir die Inschrift und fanden heraus, dass dort eine Gallierin namens Bella bestattet war. Überraschend war, dass man sogar ihre Knochen gefunden hatte, denn normalerweise verbrannten die Römer ihre Toten und bewahrten die Asche in Urnen auf.
Sehr interessant war auch ein Müllberg aus dem alten Kölner Hafen. Darin fanden Archäologen unter anderem Tonscherben von Amphoren, Knochen von Rindern, Angelhaken und sogar Austern, die von der französisch-belgischen Küste nach Köln gebracht worden waren. Außerdem sahen wir eine große Amphore, die früher mit Olivenöl gefüllt war. Amphoren waren sozusagen die „Tetra Paks“ der Antike und eigentlich Wegwerfartikel. Diese Amphore wurde jedoch wiederverwendet – als Toilettengefäß – was man an einem extra Loch erkennen konnte.
Im Obergeschoss lernten wir viel über den Alltag der Römer. Wir sahen Fläschchen mit Ölen, Striegel zum Abstreifen des Öls, Schminkkästchen und erfuhren, wie die Römer badeten und wie sich römische Frauen schminkten. Besonders spannend war, dass sich zur Römerzeit genau gegenüber des heutigen Belgischen Hauses eine große Therme befand.
Außerdem bekamen wir römische Schultäfelchen zu sehen und erfuhren, dass Schule damals nur für reiche Kinder war und es im Unterricht ziemlich streng zuging – Schläge waren leider keine Seltenheit.
Zum Schluss sahen wir noch Schmuck aus Gold, Ringe, Ketten, ein Medaillon mit der Medusa als Schutz gegen den „bösen Blick“, Gewandspangen, Reste eines römischen Schuhs, Spielsteine und viele weitere Alltagsgegenstände.
Leider hatten wir nicht genug Zeit, um uns alles ganz genau anzuschauen, und die Museumsführerin hätte uns noch viel mehr erzählen können. Trotzdem war die Exkursion sehr spannend – und wir kommen bestimmt noch einmal wieder!
Text: Lateinklasse 8abd (VEH)











