Philomena Franz wird am Freitag, 01.03. ab 10:00 Uhr in unserem Aulaanbau vor ungefähr 40 Mitgliedern der AG „Erinnern Ermöglichen“ aus ihrem Leben berichten. Die Arbeitsgemeinschaft bereitet eine Studienfahrt nach Auschwitz vor. Die Lehrer Jürgen Klisch und Felix Forster stimmen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen und der EF auf das ein, was sie dort erwarten wird. Bereits im letzten Jahr waren Schülerinnen und Schüler des AMG mit der Schulleiterin Frau Sanio in Auschwitz und erfüllten die anspruchsvollen Kriterien der Stiftung „Erinnern Ermöglichen“. Die Ausstellung „Wer hier war, vergisst nicht“ war am AMG und im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung stellten Schüler ihre Interviews von Zeitzeugen aus Bensberg vor.
Philomena Franz wurde am 21. Juli 1922 in Biberach in eine Sinti-Familie geboren und wuchs in Stuttgart mit zehn Geschwistern in einer renommierten Musikerfamilie mit vielen Auftritten im In- und Ausland auf. Ab 1936 litten Philomena Franz und ihre Familie unter den Repressionen, Ausgrenzungen und der Verfolgung durch die Nazis. Im März 1943 wurde Frau Franz nach Auschwitz deportiert. Philomena Franz überlebte das Grauen der Konzentrationslager. Heute schreibt sie Zigeunermärchen und -gedichte und setzt sich seit vielen Jahren gegen Verfolgung, Rassismus und Rechtsextremismus ein, insbesondere durch ihre Vorlesungen an Universitäten, in Schulen und Volkshochschulen, in denen sie für Frieden und Verständlichkeit des Andersseins der Minderheiten plädiert. In ihrem Buch „Zwischen Liebe und Hass“ schreibt sie eindrucksvoll über ihr Leben vor, während und nach dem Nationalsozialismus. Für ihr Engagement wurde Philomena Franz 1995 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, 2001 wurde sie von der Europäischen Bewegung Deutschland mit dem Preis Frauen Europas Deutschland ausgezeichnet.
Annegret Verroul
Durch die finanzielle Unterstützung der Bensberger Bank und des Fördervereins ist der Besuch von Pilomena Franz ermöglicht worden. Dafür ein herzlicher Dank.
Des weiteren möchten wir Sie und Euch gerne auf den Artikel im Kölner Stadt Anzeiger hinweisen: Hier zum Artikel