Rosen für eine bessere Zukunft? – Wie Fairtrade zu einer gerechteren Zukunft beiträgt

Heute ist es soweit: Am 8. März findet weltweit der Weltfrauentag statt. Wie man sich aus dem Namen ableiten kann, ist dieser Tag besonders für die Frauen und Mädchen relevant. Der Tag gilt nämlich als ein Symbol für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Überall auf der Welt finden an diesem Tag Demonstrationen für mehr Gerechtigkeit in Bezug auf Frauen statt. Der Tag hat also eine große Bedeutung für unsere Welt.

Inwiefern die Frauenrechte übergangen werden und wie sich Fairtrade in unserem Alltag für mehr Frauenrechte einsetzt, werde ich in diesem Artikel mit Bezug auf die Fairtrade-Rosen erläutern.

Für einige mag sich möglicherweise die Frage gestellt haben, warum und wann der Weltfrauentag überhaupt eingeleitet wurde. Der Tag wurde vor über 100 Jahren ins Leben gerufen. Die Idee, einen solchen Tag umzusetzen, hatte 1911 die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Als damals die ersten demokratischen Wahlen stattgefunden haben, wollten sich die Frauen das Recht zum Wählen erkämpfen, welches ihnen damals noch nicht zustand. Zetkin startete eine Kampagne und so nahm die Bewegung ihren Lauf.  

In der heutigen Zeit haben Frauen und Männer bereits in einigen Ländern dieselben Rechte, so steht es zumindest in den ersten Paragrafen des deutschen Grundgesetzes. Auf der Webseite der Bundesregierung wird dies mit den Worten „in Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung erreicht, an der alltäglichen Gleichstellung arbeiten wir noch (…)“ [1]artikuliert. Das letzte Zitat ist unter anderem mit der wirtschaftlichen Situation in unserem Land zu begründen: Wenn man sich diese etwas genauer ansieht, wird man feststellen, dass man, obwohl vom ersten Frauentag bis heute gesehen viele Änderungen aufgetreten sind, aus Sichtweise der deutschen Politik immer noch nicht von einer Gleichbehandlung sprechen kann. Neben den schichtspezifischen Differenzierungen gehören die sozialen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern bereits zu den wesentlichen Merkmalen moderner Gesellschaften. Während die Benachteiligung der Frauen im Bildungssystem inzwischen verschwunden ist, lebt sie in „abgeschwächter Form“ in der Arbeitswelt, der Politik und insbesondere der Familie fort. Die Bundesregierung bedauert diese Merkmale und betont die weltweiten Fortschritte bei der Gleichstellung. Dennoch beständen immer noch erhebliche Barrieren. Ziel der nachhaltigen Entwicklung sei es, diese Probleme bis 2030 grundlegend zu beseitigen.

Aus meiner Sicht gab es in den vergangenen Jahren jedoch ebenfalls große Fortschritte in Bezug auf die Gleichberechtigung, da beispielsweise in der Berufswelt geschlechtliche Änderungen aufgetreten sind: So üben Frauen beispielsweise männliche Tätigkeiten aus. Leider gibt es aber auch einige, weitere Probleme in unserer Berufswelt, unter anderem bei der Bezahlung. Schaut man sich jedoch die Lage in den ärmeren Kontinenten unseres Planeten an, wird man feststellen, dass Deutschland in den vergangenen Jahren im Verhältnis zu diesen viel geschafft hat. In den ärmeren Regionen des globalen Südens haben Frauen insbesondere mit Geschlechterdiskriminierung, mangelndem Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie niedrigen Löhnen zu kämpfen.

Was hat das mit fairen Rosen zu tun?!

Hierbei kommen die Fairtrade-Rosen in den Vordergrund. Wenn man sich eine Fairtrade-Rose kauft, wird dadurch die Position von Frauen in den Produzentenländern gestärkt. Fairtrade setzt sich somit für den Arbeitsschutz, die strengeren Umweltkriterien sowie dem Schritt zum existenzsichernden Lohn ein. Durch die beschlossenen Fairtrade-Standards wird vorgeschrieben, dass eine Produzentenorganisation Frauen nachweislich mittels einer Gender-Strategie fördern muss, damit diese auf sozialer, finanzieller und auch auf physischer Ebene selbstbestimmter handeln können. Viele Frauen der Partnerorganisationen nehmen zudem an Weiterbildungen teil und qualifizieren sich für Führungsaufgaben, die bisher Männern vorbehalten waren.

Mach mit und #sagsmitfairenRosen

Um die Aktion zu unterstützen, verschickt man entweder eine digitale Rose mit dem #sagsmitfairenRosen über WhatsApp oder die weiteren Social Media-Dienste. Wenn man eine Rose bei den verifizierten Händlern in Bergisch Gladbach und Umgebung kauft, unterstützt dies selbstverständlich auch die Wirtschaft in dieser schwierigen Zeit. Durch die bei den verifizierten Händlern gekauften Rosen und Blumen werden nicht nur die Arbeitslöhne und die Gleichberechtigung gefördert, sondern auch der lokale Handel unterstützt.

Wenn du mehr über die Aktion erfahren möchtest, liefert dir der folgende Link weitere Informationen! Anbei findet ihr noch ein paar Flyer, die von der Fairtrade-AG erstellt wurden, um auf das Thema aufmerksam zu machen!

 

Thies Schönemann (8b)

[1] https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/gleichstellung-von-frauen-und-maennern-841120 (zuletzt geöffnet am 07.03.2021)