MINT-Fachvortrag am AMG: Kunststoffe – Zwischen Umweltrisiko und Nachhaltigkeit

MINT-Fachvortrag am AMG: Kunststoffe – Zwischen Umweltrisiko und Nachhaltigkeit

Am 13. März 2024 fand in der Aula des AMGs ein fesselnder MINT-Fachvortrag statt, der sich mit einem hochaktuellen Thema beschäftigte: „Kunststoffe: Umweltrisiko oder Chance für mehr Nachhaltigkeit? Du machst den Unterschied!“

Die Referenten, Herr Schumacher und Frau Lange von unserem langjährigen Kooperationspartner, der Firma Barlog, nahmen die Teilnehmer mit auf eine informative Reise durch die Welt der Kunststoffe und beleuchteten dabei folgende Fragen:

1. Was sind Kunststoffe und wie werden sie eingesetzt?

Kunststoffe sind vielseitige Materialien, die in vielen Bereichen unseres Lebens Anwendung finden, von Verpackungen über Bau- und Automobilindustrie bis hin zur Medizintechnik. Ihr Einsatz ist allgegenwärtig und prägt unsere moderne Welt.

2. Wie können Kunststoffe nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien, Digitalisierung & Bildung und nachhaltige Gebäudeenergie günstiger, leistungsfähiger und massentauglich verfügbar machen?

Kunststoffe haben das Potenzial, verschiedene Sektoren nachhaltiger zu gestalten. Durch ihre Leichtigkeit tragen sie zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs in Fahrzeugen bei und ermöglichen somit eine umweltfreundlichere Mobilität. Darüber hinaus werden Kunststoffe in der Herstellung von Solarmodulen und Windturbinen eingesetzt, um erneuerbare Energien kosteneffizienter zu machen. Im Bereich der Digitalisierung und Bildung ermöglichen Kunststoffe die Herstellung erschwinglicher Technologieprodukte und verbessern den Zugang zu Bildungsmaterialien. Auch bei der Gebäudeenergie spielen Kunststoffe eine Rolle, indem sie als Isoliermaterialien den Energieverbrauch reduzieren.

3. Wie gelingt eine wirkliche und ökologisch sinnvolle Kreislaufwirtschaft?

Eine effektive Kreislaufwirtschaft erfordert die Reduzierung von Kunststoffabfällen, die Förderung von Recycling und die Entwicklung biologisch abbaubarer Kunststoffe. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie, Regierungen und Verbrauchern.

4. Wie können wir den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen verhindern?

Die Reduzierung des Einsatzes fossiler Brennstoffe in der Kunststoffproduktion und die Implementierung von umweltfreundlichen Produktionsmethoden sind entscheidend, um den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu verringern.

5. Was sind die großen Herausforderungen, für die wir noch nach Lösungen suchen?

Die größten Herausforderungen liegen in der Entwicklung nachhaltiger Alternativen zu konventionellen Kunststoffen, der Verbesserung der Abfallwirtschaft und der Bewältigung der globalen Plastikverschmutzung.

Wie können wir also die positiven Aspekte der Kunststoffe nutzen, ohne die negativen Auswirkungen zu verstärken? Die Antwort liegt in Innovation und Verantwortung. Wir müssen nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen entwickeln und unsere Abfallwirtschaft verbessern. Dies erfordert nicht nur Engagement von Regierungen und Unternehmen, sondern auch von uns als Individuen.

6. Warum ist jeder von uns gefragt?

Dein Engagement, deine Ideen und deine Unterstützung sind gefragt, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen im Umgang mit Kunststoffen zu finden. Nur durch eine kollektive Anstrengung können wir eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen sicherstellen.

Abschließend betonte Herr Schumacher, dass die Diskussion über Kunststoffe nicht nur von Schwarz-Weiß-Denken geprägt sein sollte. Es ist wichtig, die vielschichtigen Aspekte dieses Themas zu berücksichtigen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sind. In unserem Kampf gegen den Klimawandel müssen wir Kunststoffe nicht als bloße „Bösewichte“ betrachten. Sie können auch „Helden“ sein, wenn wir sie klug einsetzen und verantwortungsbewusst handeln.

Eine ausgewogene Perspektive: Die Debatte über Kunststoffe im Kontext des Klimawandels ist komplex und nuanciert. Es ist wichtig, sowohl ihre negativen Auswirkungen als auch ihre positiven Beiträge anzuerkennen. Der Weg zu einer nachhaltigen Zukunft erfordert eine umfassende Strategie, die sowohl die Reduzierung des Kunststoffverbrauchs als auch die Förderung von Innovationen in der Kunststoffindustrie umfasst.

Fazit: Sind Kunststoffe „Helden“ oder „Bösewichte“ im Kampf gegen den Klimawandel?

Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen. Es liegt an uns, die negativen Auswirkungen von Kunststoffen zu minimieren und ihre positiven Potenziale zu nutzen, um eine nachhaltigere Zukunft für unseren Planeten zu schaffen.

Text: Katharina Langenbach

Fotos: Eva Plitzko und Katharina Langenbach

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