Schulmensa: Quadratur des Kreises
Bau am Albertus-Magnus-Gymnasium fertiggestellt

Anne Kathrin Dziadeck von der Schulpflegschaft, Stadtbaurat Stephan Schmickler, Schulleiterin Cornelia Sanio, Bürgermeister Lutz Urbach, die stellvertretende Schulleiterin Annegret Verroul und die Schülerinnen und Schüler des AMG testen die Räumlichkeiten. (Foto: Wiskirchen)
Bensberg (cw). Schulleiterin Cornelia Sanio fand ein passendes Beispiel: Die Schülerinnen und Schüler mit gesunden und frischen Lebensmitteln preiswert und flexibel zu verpflegen – das sei in fastfood-geprägten Zeiten fast schon eine Quadratur des Kreises.
Den äußeren Rahmen zumindest hat das Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg nun geschaffen mit dem Bau einer Schulmensa, die mit ihren fast 90 Plätzen in mehreren Schichten hungrige Schülerinnen und Schüler in ihrer Langtagpause satt machen soll.
Ein Caterer liefert das Essen, in der Mensa selber wird nur zugekocht. Auch die Koch-AG kann sich hier nun verwirklichen. Ursprünglich waren knappe Kosten von 100.000 Euro im Gespräch, die nun – nach der Fertigstellung – um das Fünffache herum liegen. Heraus gekommen ist keine Ersatzlösung, sondern eine „vorbildliche“ Mensa, so Cornelia Sanio. Bürgermeister Lutz Urbach war froh, den Bau der Schulmensa trotz Ebbe in der Stadtkasse dennoch gewährleisten zu können, denn aus Berlin kam im Gewand des Konjunkturpaketes II eine große Finanzspritze.
Dass Investitionen an städtischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche vorrangig getätigt werden, darin seien sich im Stadtrat alle Fraktionen einig. Der anwesende Pfarrer Wolfgang Graf gab dem „Netzwerk“ Schulmensa gerne seinen Segen, stellte aber nicht das Gebäude in den Vordergrund, sondern die Menschen, die ihr Herzblut in die Mensa gegeben haben, und die hier versorgen und versorgt werden.
Bergisches Sonntagsblatt, 15.07.2011, 17:31 – Originalartikel
Schul-Mensa
„Ein Raum zum Wohlfühlen“
Am Albertus-Magnus-Gymnasium wurde die neue Mensa eingeweiht
VON GISBERT FRANKEN
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BENSBERG – Die Einweihungsfeier fand vor dem schmucken Bau statt: Zwar hätten die 88 Sitzplätze der neuen Mensa des Albertus-Magnus-Gymnasiums ausgereicht, um die Festgemeinde aufzunehmen, aber bei dem schönen Wetter schien der Schulhof die bessere Wahl – vor allem, weil drinnen die dienstbaren Geister des Essenausgabe-Teams schon mal das Büffet aufbauen konnten.
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Probetag für Fünftklässler
Alles klappte wie am Schnürchen, es war ja schon vor zwei Wochen beim Schnuppertag der künftigen Fünftklässler erprobt worden. Da hatten 139 „Schultester“ schon mal die Küchenkunst des Caterers, der DK-Integrationsbetriebe aus Rösrath, verkostet und die Spaghetti Bolognese für gut befunden.
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Die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre ist der Grund für die Anschaffung der Speisehalle, die samt Inhalt 510 000 Euro gekostet hat, wobei das Gebäude mit 430 000, die Küche mit 50 000 und die Möblierung mit 30 000 Euro zu Buche schlagen. Das Land gab 100 000 Euro aus dem „1000-Schulen-Programm“ dazu. Für Bürgermeister Lutz Urbach Grund, gute Miene zum bösen Spiel zu machen: „Es wäre schön gewesen, wenn man den Mut gehabt hätte, das als kommunale Pflichtaufgabe ins Gesetz zu schreiben, denn dann hätte man auch das Geld dazu geben müssen. Aber wir haben es auch so irgendwie hingekriegt.“
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Allerdings hat es sechs Jahre gedauert, wie Schulleiterin Cornelia Sanio in ihrer Rede bemerkte, denn vor sechs Jahren wurde der erste G8-Jahrgang eingeschult: Verkürzte Schulzeit bedeute verlängerte Schultage und das geht nicht ohne eine warme Mahlzeit zwischendurch. Sanios Vorgänger Dr. Karl-Heinz Roider wollte den Knoten mit einer „100 000-Euro-Mensa“, finanziert über den Modellversuch „Selbstständige Schule“, durchhauen, doch das ließ sich weder in der kurzen First noch mit dem knappen Budget umsetzen. Ab dem Schuljahr 2011 / 2012 gibt es jetzt am AMG Langtage: An einem oder mehreren Wochentagen je nach Jahrgangsstufe werden die Schüler dann Unterricht bis zur achten Stunde haben. Dabei wird zwischen der sechsten und siebten um 13.15 Uhr eine einstündige Mittagspause eingeklinkt, in der die Schüler in zwei Schichten Essen fassen können.
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Wichtig sei, dass die Schullandschaft ein Wohlfühlraum sei, hob Bürgermeister Urbach hervor, wobei er auch den Blick auf die neu überarbeitete Fassade richtete, die den alten „Schandfleck“ abgelöst habe. Den Rest muss Gottes Segen bewirken, den Pfarrer Wolfgang Graf – der evangelische Geistliche vertrat ausdrücklich beide Kirchen – auf Mensa und Schule herunterrief.
Kölnische Rundschau: Bergische Landeszeitung, 13.07.2011, 07:06
Originalartikel (zur Bildergalerie)
Neue Mensa am AMG eingeweiht
„Mach mal Pause!“ – Am Bensberger Albertus-Magnus-Gymnasium können die Schüler die langen Schultage, ab sofort mit einer Mittagspause in der schuleigenen Mensa unterbrechen.
BERGISCH GLADBACH – Ab dem Schuljahr 2011/12 wird es am AMG Langtage geben. Je nach Jahrgangsstufe werden die Schüler an einem oder mehreren Tagen in der Woche Unterricht bis zur 8. Stunde haben. Es wird dann nach der 6. Stunde, die um 13.15 Uhr endet, eine etwa einstündige Mittagspause geben, in der den Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen in der Mensa angeboten wird. Außerdem gibt es eine Über-Mittag-Betreuung, bei der die Schüler zwischen Programmen zum Entspannen und solchen zur aktiven Freizeitgestaltung wählen können.
Das Essen für die Mensa wird von einem Caterer aus Rösrath geliefert: die DK-Integrationsbetriebe GmbH. Das Essen wird in der Küche des Kreishauses zubereitet. Es wird bei entsprechender Nachfrage drei verschiedene warme Speisen im Angebot geben, darunter auch ein vegetarisches Essen, sowie eine Salatbar.
Der Speiseraum bietet 88 Sitzplätze, so dass in zwei Schichten alle Schülerinnen und Schüler, die ein warmes Essen oder einen Salat zu sich nehmen möchten, versorgt werden können.
Zusätzlich wird vormittags die Cafeteria bis zum Ende der 2. großen Pause (11.40 Uhr) geöffnet haben. Dann bieten Eltern ehrenamtlich wie bisher kleine Speisen an.
Damit das Mittagessen zu einem angemessenen Preis (ca.3 € + 0,30 € für ein Dessert zusätzlich) angeboten werden kann, bedient man sich eines Vorbestellungssystems, das zugleich auch die bargeldlosen Zahlung ermöglicht. (KSTA)
Kölner Stadt-Anzeiger, 12.07.2011, 15:40 – Originalartikel










