Aktionstags Sehnsucht der Stufe 8

Sucht, genauer Alkohol- und oder Drogensucht, kann bereits in jungen Jahren ein sehr großes Thema sein. Darum gibt es auch an unserer Schule den Sucht-Präventionstag. Dieser Aktionstag wird bereits seit über 15 Jahren an unserer Schule, jährlich in der Stufe 8, abgehalten. Frau Anslinger, die Suchtpräventionsbeauftragte des AMG, ist bereits von Anfang an mit dabei.

Sie erklärte mir, dass der Sucht-Präventionstag nur eine von mehreren Stufen im Präventionsprogramm ist. In jeder Stufe, 5. und 9. ausgenommen, gibt es einen solchen Aktionstag. Das Präventionsprogramm startet in der 6. Klasse mit dem Workshop zum Thema Spaß und Sicherheit im Internet, was ja auch ein immer größeres Thema wird. In der 7. Klasse geht es dann weiter mit dem Jungen- und Mädchentag, bei dem Jungen und Mädchen getrennt an verschiedenen Themen arbeiten. Danach folgt der oben genannte Aktionstag Sehnsucht in der Klasse 8, über den ich später noch mehr erzählen werde. In der 9. Klasse ist eine kleine Pause des Programms, bevor es in der 10. Klasse mit dem Thema Magersucht weitergeht. Das Programm endet schließlich in der 11. Klasse mit einem Aktionstag zum Thema Alkohol am Steuer, was sehr passend ist, da viele ungefähr in diesem Alter anfangen, ihren Führerschein zu machen.

Doch heute schreibe ich etwas über den Sucht-Präventionstag in der Klasse 8, der in diesem Jahr am 14. November stattfand:

Der Tag begann damit, dass sich die komplette Stufe, insgesamt 150 SchülerInnen, in der Aula versammelt hat. Danach wurden wir in klassenübergreifende Gruppen eingeteilt. Es gab 6 Stationen mit den verschiedensten Themen, doch natürlich alles zum Oberthema Alkohol & Drogensucht. Auch verschiedenste Experten waren da, z.B. Ärzte, Betroffene und ein Kommissar von der Kripo.

Der Arzt erklärte uns, wie Drogen im Körper wirken und welche Möglichkeiten es gibt, von der Sucht wegzukommen.

Die Betroffenen, also ehemalige Drogenabhängige, haben erzählt, wie sie zu den Drogen gekommen sind. Bei allen hat man gemerkt, dass sie es sehr bereuen, überhaupt angefangen zu haben, Drogen zu nehmen. Die Geschichten der Abhängigen haben uns sehr bewegt, da unter der Drogensucht auch die betroffenen Familien schwer gelitten haben. Außerdem fanden wir es sehr mutig, uns von der Sucht zu erzählen.

Die anonymen Alkoholiker haben leider dieses Jahr zum ersten Mal abgesagt. Als Ersatz wurde eine interessante Dokumentation über Kinder, die Alkohol trinken, gezeigt.

Außerdem gab es eine Station vom Fachdienst Prävention und eine Station von Kids & Co, einer Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche, ebenso wie für jedes andere Alter. Die Mitarbeiter dieser Beratungsstelle helfen auch Kindern, die in Familien aufwachsen, in denen ein oder mehrere Elternteile Alkoholiker o.ä. sind.

Die letzte Station war die „Polizeistation“, d. h. ein Kommissar war anwesend, der die rechtlichen Grundlagen des Drogen- und Alkoholthemas erläutert und unsere Fragen beantwortet hat.

Insgesamt war es ein lehrreicher und interessanter Tag. Das gesamte Programm ist meiner Meinung nach sehr gut, da es wichtig ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig über solche Themen aufzuklären.

Janek Stockhaus (8d)