Aktionstag: Sehn-Sucht

Interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 informierten sich am Aktionstag ‚SEHN-Sucht‘ über die negativen Folgen des Drogenkonsums.

Am 22.November fand im AMG Bensberg die dritte Säule des Suchtpräventionsprogramms statt: der Aktionstag „Sehn-Sucht“. Zu diesem Zweck besuchten am Mittwoch mehrere Experten die achte Jahrgangsstufe. Ein Kriminalhauptkommissar vom Kommissariat Vorbeugung, zwei Ärzte, eine Fachperson von der Suchtprävention und auch Betroffene selbst waren hergekommen, um Fragen und Interessen der Schüler und Schülerinnen zu beantworten. In verschiedenen Räumen konnten klassenübergreifende Gruppen sich mit je ein oder zwei Fachpersonen unterhalten und diskutieren.

Herr Schierbaum und Herr Dr. Schmitz (Ärzte) klärten die Schüler über die Gefahren von den verschiedenen Drogenarten auf. Ein wichtiges Anliegen war ihm, dass man unter allen Umständen die Kontrolle über seinen eigenen Körper behalten sollte. Selbst der Genuss von Alkohol kann fatale Folgen haben und auch der Konsum von Cannabis ist nicht zu unterschätzen. Cannabis gilt nach wie vor als „Einstiegsdroge“. Einer seiner Patienten hat das Thema zutreffend zusammengefasst: „HASCH MACHT LASCH“.

Jedoch gibt es auch härtere Drogen, wie Heroin und Kokain, die den Menschen in kürzester Zeit zum Verhängnis werden können, da sie besonders schnell zu einer Abhängigkeit führen.
Die anwesenden betroffenen Personen bezüglich des Themas „Alkohol“ (Monika – Alkoholikerin; Karl-Peter trockener Alkoholiker seit 28 Jahren) schilderten den Schülern, dass die Sucht einen großen Anteil an ihrem Leben hat bzw. hatte. So wiesen sie darauf hin, dass eine Abhängigkeit im schlimmsten Fall den Verlust der Familie, von Freunden oder gar der Existenz zur Folge haben kann. Aufgrund der einfachen Beschaffung von Alkohol warnten sie vor den Konsequenzen einer Abhängigkeit.

Anja Fries von der Suchtprävention brachte den Schülern eine Simulationsbrille mit, die beim Tragen einem das Gefühl vermittelte, unter Alkoholeinfluss zu stehen. Schüler, die an diesem Versuch teilnahmen, mussten einen Parcour durchlaufen, der aus Glasflaschen bestand, sowie einen auf dem Boden liegenden Schlüssel suchen und das dazugehörige Schloss öffnen. Das gestaltete sich für die Schüler als sehr schwierig. Daran konnte man sehen, dass der Genuss von übermässigem Alkohol zu extremen Koordinationsproblemen führte.
Herr Danger (Kommissariat Vorbeugung) erläuterte die rechtliche Situation von Betroffenen. Er klärte die Schüler u.a. auf, ab wann man strafmündig ist und für wen das Jugend- bzw. Erwachsenenstrafrecht gilt.

Da dieses Jahr die Klienten der Schlossparkklinik leider nicht teilnehmen konnten, wurden zwei Filme gezeigt. Der erste Film (Henryk –Portrait eines Junkies-) zeigte Erinnerungen eines jungen Mannes, der über Jahre mit Drogen zu kämpfen hatte. Hauptthema war die schwere Rückkehr in ein normales drogenloses Leben. Der zweite Film (Saufen bis der Arzt kommt) brachte Einblicke in den Alltag einer Notaufnahme eines Kinderkrankenhauses, das vorrangig mit der Einlieferung von alkoholisierten bzw. von Drogen „umnebelten“ Teenagern zu tun hatte.

Aus der Sicht der Schüler war dieser Tag sehr informationsreich und interessant gestaltet und vermittelte einen sehr guten Einblick in das Themengebiet „Drogen / Alkohol …. SEHNSUCHT?“.

Kora Riss (8a)