Solistenkonzert am 15.11.2018

Zum ersten Mal in diesem Jahr fand am Donnerstagabend das Solistenkonzert in Musikraum 2 statt. Diesmal aus einem besonderen Anlass: der Wiedereinweihung der seit über einem Jahr defekten Orgel! Durch das Programm führte das souveräne Moderatoren-Team Lea Walther und Lukas Koenen. Den Beginn machte Alma Meyer aus der 5d, die zuerst zweihändig, dann mit Unterstützung ihrer Mutter vierhändig zwei Stücke von Beethoven und Nikolajev aufführte. Leonard Quabeck aus der 6a brillierte anschließend mit dem „Frühling“ von Vivaldi in einer Transkription für das Klavier. Ebenfalls auf diesem Instrument führten Karla Kewes und Hannah Ramien (6b und 6a) „I hate you, I love you“ auf.

Ha Jong Kim (8d) begeistert seit der 5ten Klasse die Zuhörer der Solistenkonzerte. Diesmal hatte er Verstärkung an der Posaune mitgebracht: den erst 11-jährigen Jonah Kim. Zusammen führten Sie einige Variationen aus „Judas Maccabeus“ von Händel auf und sorgten bei den Zuhörern für offenstehende Münder. Anna Ru-Yue Chen (9b) spielte anschließend in der ihr eigenen Souveränität und Musikalität einen Satz aus den französischen Suiten von Bach. Für ein musikalisches Erlebnis ganz anderer Art sorgte Hazem Hakan (EF) mit einer Schnell-Sprech-Performance, für welche die Bezeichnung Rap viel zu langsam ist! Begeisterung im Publikum ebenso nach den „Funerailles“ von Franz Liszt, dargeboten in einer überzeugenden Interpretation von Kerim Wirth (Q1). Das neu gegründete Jazz-Quartett „Die drei lustigen Vier“, bestehend aus Luis Salscheider, Jan Trovato, Gereon Stockmann und Lukas Koenen (alle Q1)  gab seinen Einstand auf dem Solistenkonzert mit „Take Five“ von Dave Brubeck. Es folgte die nächste Premiere: Ein komplettes Streichquartett um die Geigerin Jennifer Braun entführte das Publikum nach Argentinien. „Oblivion“ von Astor Piazzola wurde auf einem sehr hohen musikalischen Niveau dargeboten und machte den Zuhörern bewusst, welch gute Arbeit die Kolleginnen und Kollegen der Musikschule Bergisch-Gladbach machen, welche die vier Musiker auf diesen Auftritt vorbereitet haben!

Last but not least: Das AMG dürfte eine der wenigen Schulen weltweit sein, die im Besitz einer richtigen Orgel ist. Genauer gesagt eines Orgelpositivs (ohne Pedale). Diese hatte in der Vergangenheit ein wenig aufregendes Leben: mit Schimmel in den Pfeifen und kaputtem Motor fristete sie ihr freudloses Dasein im Musikraum 2. Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins konnte sie jetzt aufwändig von der Firma Orgelbau Potthoff saniert und repariert werden. Lukas Weismann (Q2) hat die frisch reparierte Orgel meisterhaft eingeweiht mit zwei Stücken des großen Meisters, dem Präludium in d-moll und der Invention in d-moll von Johann Sebastian Bach. Der hätte an der Darbietung ebenso seine Freude gehabt wie die anwesenden Zuhörer.

Ein großes Kompliment an alle Beteiligten und ein herzliches Dankeschön an den Förderverein!

Freddy Burger