Besuch der EF im Covestro Science Lab

Unsere Exkursion am 28.02.2018 startete bereits um 7:40 Uhr „Im Hoppenkamp“ mit der Linie 1 in Richtung Deutz, um dort in die S-Bahn zum Chempark zu steigen. Wir, das sind Schülerinnen und Schüler aus allen drei EF-Grundkursen gemeinsam mit Frau Plitzko.
Pünktlich vor Ort bekamen wir unsere Werksausweise und wurden von einer Betreuerin an der Pforte abgeholt. Angekommen im Schülerlabor erhielten wir zunächst ein paar Informationen zum Tagesablauf und zur Firma „Covestro“ selbst. Nach und nach wurde jedem von uns bewusst, wie häufig uns Produkte der Firma im Alltag begegnen.
Dann wurde es ernst, denn wir erhielten unsere Aufgabe: Wir sollten uns als kleine Produktionsfirma mit verschiedenen Abteilungen an der Herstellung von Kunststoffbechern versuchen und waren am Ende des Tages auch erfolgreich! Hier ein kleiner Einblick:

Design-Team
Im Design-Team war unsere erste Aufgabe, die Farbe für unseren Becher auszuwählen. Zu diesem Zweck haben wir uns innerhalb der Gruppe für vier Farben entschieden, um dann eine Umfrage unter allen Mitgliedern der anderen Gruppen machen zu können. Sobald das Ergebnis feststand, haben wir dieses an das Technik-Team weitergegeben und uns dem Marketing gewidmet. Dabei mussten wir uns um die Art der Werbung, den Namen unseres Bechers, einen Slogan und um die Zielgruppe, sowie den Ausstellungsort kümmern. Als die ersten Becher produziert waren, starteten wir eine weitere stichprobenartige Umfrage, bei der wir zehn Leute bezüglich der Zufriedenheit mit dem Becher befragten und wie viel sie dafür zahlen würden. Anschließend ermittelten wir aus den zehn Vorschlägen den Preis, mit dem wir die höchste Akzeptanz unter den Kunden erreichen würden und haben diesen an das Finanz-Team weitergegeben.

Geschrieben von: Jule Radermacher & Jaqueline Erb

Technik-Team
Zuerst wurde die benötigte Stoffmenge des durchsichtigen Grundgranulats ausgerechnet (ca. 600 Gramm). Dann wurde berechnet, wie viele Becher bei der Produktion entstehen werden. Insgesamt waren es 75 Becher, fünf davon waren defekt. 20 Becher wurden dem Labor zur Verfügung gestellt, 50 Becher wurden für den Verkauf hergestellt. (Beim Produzieren wurde dann jeweils noch farbiges Granulat hinzugefügt). Anschließend wurde die Mischung in den Trichter der Maschine gegeben.

Eine Person aus unserem Team befasste sich mit dem Trocknen des Granulats. Zuerst wurde die berechnete Menge in den Trockner gefüllt und bei einer Temperatur von 120 Grad getrocknet. Zwei weitere Personen machten sich mit der Funktionsweise der Maschine vertraut und erklärten die einzelnen Herstellungsschritte dem eigenen und den anderen Teams anhand einer Animation. Eine Person war für die Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte an der Maschine zuständig.

Geschrieben von: Lukas Overbeck

Kommunikations-Team

Die Kommunikationsgruppe, bestehend aus nur zwei Schülern, stellte den Chef der Firma und war für eine erfolgreiche Produktion verantwortlich. Sie stellte sicher, dass Kommunikation unter allen Gruppen erfolgt und Zeitvorgaben eingehalten werden, um eine Hand-in-Hand Arbeit zu gewährleisten. Zusätzlich füllte sie die Zertifikate für alle Mitschüler aus, dokumentierte die Arbeitsphasen der Abteilungen und erstellte gegen Ende des Tages eine Diashow. Leider wurde das Team trotz eines reibungslosen Produktionstages dafür, dass am Ende die Mitarbeiter drei Minuten zu spät im Sitzkreis saßen, von der Workshop-Leitung stark kritisiert. Von ihren Mitarbeitern (Mitschülern) erhielt das Team jedoch die verdiente Anerkennung.

Geschrieben von: Oskar Gebel

Finanz-Team

Die Arbeit im Finanzteam hat uns sehr viel Spaß gemacht. Unsere Aufgaben bestanden darin, die Produktions-, Personal- und Gebäudekosten zu berechnen und einen Preis für den Becher festzulegen, damit sich die Produktion lohnt.  
Nach der Mittagspause (es gab Pommes und Burger) haben wir uns damit beschäftigt, Kosten zu sparen, um den Einzelpreis des Bechers zu senken. Am Ende konnten wir eine Preisreduzierung von 170 € auf 2 € vorweisen.           
Wir haben gelernt, wie viel Kommunikation nötig ist, um einen Becher herzustellen und zu vermarkten. Insgesamt war der Tag sehr spannend und interessant

Geschrieben von: Konrad Siewert

Forscher-Team

Als wir sieben Mädels unseren schicken Arbeitsplatz für diesen Tag betraten, entschieden wir uns relativ schnell, uns aufzuteilen, da es sehr viele, sehr interessante Experimente zur Untersuchung des Kunststoffs gab und wir so viele wie möglich schaffen wollten. Wir fingen an, fleißig zu experimentieren, um unsere Ergebnisse pünktlich um 15:00 Uhr den anderen Gruppen vorzustellen. Bei den Experimenten handelte es sich um zwei Pflichtexperimente und mehrere Kann-Experimente, rund um den Kunststoffbecher von Covestro. In den Pflichtexperimenten untersuchten wir vorerst einmal die Restfeuchtigkeit der Granulate. Das Ergebnis dieses Experimentes leiteten wir an das Technik-Team weiter, damit sie die Granulate benutzen konnten, um die Becher endgültig herzustellen. Nachdem sie dann die ersten 20 Becher produziert hatten, kamen diese in unser Labor, wo wir den Massenvergleich der Becher durchführten. Wir wogen jeden einzelnen Becher genau, damit wir bestimmen konnten, dass unsere Becher keine Mängel aufweisen (wie zum Beispiel Luftbläschen im Inneren, die die Becher leichter machen würden). Die anderen Experimente untersuchten beispielsweise die Kratzfestigkeit bzw. den Lotuseffekt von Kunststoff (Polycarbonat). Jedes Experiment sollten wir ausführlich dokumentieren. Das zeigte uns, wie viel Dokumentationsarbeit erstaunlicherweise hinter der Forschung steckt.

Die Fotos, die wir während unserer Experimentierarbeit machten, zeigen sieben waschechte Forscherinnen und außerdem, wie viel Spaß wir an diesem Tag in diesem Labor hatten!!

Geschrieben von: Emma Litterscheid & Alena Schneeloch