Schulprogramm

AMG Broschüre 2016 zum Downloaden

Das Schulprogramm des AMG Bensberg zum Downloaden

S C H U L P R O G R A M M

Stand: 11. Dezember 2014

Inhaltsverzeichnis 

I. Leitbild 2
II. Pädagogisches Konzept 3
III. Unterricht am AMG 4
III.1 Allgemeines 4
III.2 Sprachlicher Schwerpunkt: Erziehung zur Mehrsprachigkeit  – Interkulturelles Lernen 7
III.3 Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt 10
III.4 Weitere Besonderheiten und Schwerpunkte in den Fachbereichen 11
IV. Individuelle Förderung 15
IV.1 Begabungsförderung 15
IV.2 Unterstützende Förderung 15
IV.3 Gemeinsames Lernen / Inklusion 16
V. Beratung  und Prävention 17
V.1 Beratung 17
V.2 Prävention – Gesunde Schule 18
VI. Vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften – ein Zeugnis aktiven Schullebens 20
VI.1 Interesse wecken – Kreativität, Begabungen und Gemeinschaftssinn fördern 20
VI.2 Musikalische Angebote und Konzerte 20
VI.3 Theaterprojekte – Vielfalt mit langer Tradition 21
VI.4 Soziales Lernen – Sozialprojekte am AMG 21
VII. Förderung interkultureller Kompetenz 22
VII.1 Schulfahrten 22
VII.2 Schüleraustausche 22
VIII. Studien- und Berufsorientierung und Betriebspraktikum 24
IX. Schule als gemeinschaftlich gestalteter Lebensraum 25
X. Öffnung von Schule – Kooperation mit außerschulischen Partnern 26
XI. Qualitätsmanagement für Unterricht und schulische Arbeit 28
XI.1 Evaluation von Unterricht und schulischen Angeboten 28
XI.2 Fortbildung 28
XI.3 Aktive Mitwirkung an der Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer 29
XII. Schlusswort 31

I. Leitbild

Das Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg ist eine moderne Bildungseinrichtung in Nordrhein-Westfalen, deren Wurzeln bis in das Jahr 1858 zurückreichen. Dem Anspruch des gelehrten Namenspatrons nachkommend sieht sich die Schulgemeinschaft folgendem Leitbild verpflichtet:

Gemeinsam Schule gestalten

  • Wir wertschätzen uns gleichermaßen als Lehrende und Lernende.
  • Wir stehen als Schulgemeinschaft füreinander ein, unabhängig von sozialem Status, religiösem Hintergrund und kulturellen Wurzeln.
  • Wir treten Ausgrenzung, Gewalt und Hass bestimmt entgegen.

Gemeinsam Vertrauen schaffen

  • Wir verpflichten uns zu einem offenen und aufrichtigem Miteinander.
  • Wir wehren uns entschieden gegen jede Form von Aggression.
  • Wir engagieren uns für Projekte im Dienste der Gemeinschaft.

Gemeinsam Bildung verwirklichen

  • Wir pflegen eine angstfreie Atmosphäre.
  • Wir legen ein solides Fundament für individuelle Wege.
  • Wir wachsen gemeinsam an Aufgaben – auch außerhalb des Unterrichts.
  • Wir legen Wert auf Qualität.
  • Wir nehmen schulische Mitwirkungsrechte wahr.

Gemeinsam charakterstarke Persönlichkeiten entwickeln

  • Wir gewähren Freiräume und unterstützen eigenverantwortliches Denken und Handeln.
  • Wir übernehmen Verantwortung für Andere.
  • Wir verbinden Leistungsbereitschaft und Lebensfreude.
  • Wir verteidigen eine Haltung der Gelassenheit und Zuversicht.
  • Wir fördern die Entwicklung freiheitlich-demokratischer Werte.
  • Wir bekennen uns zu einer weltoffenen Grundhaltung.

Gemeinsam die Zukunft im Blick haben

  • Wir bauen Brücken zwischen Lern- und Arbeitswelt.
  • Wir sind eine Gemeinschaft nachhaltigen Lernens.
  • Wir begeistern uns für Bildung und Ausbildung.

Bensberg, 12. Dezember 2012

Die Schulgemeinschaft

 

II. Pädagogisches Konzept

Das Albertus-Magnus-Gymnasium ist ein Traditionsgymnasium (Gründungsjahr 1858), das zugleich von einer konstanten Innovationsfreude geprägt ist (Teilnahme an dem Modellversuch „selbstständige Schule“ von 2002 bis 2008, Akkreditierung als CertiLingua-Schule in 2011, Mitglied im MINT-Netzwerk Rhein-Berg, Teilnahme am Projekt Lernpotenziale. Individuell fördern im Gymnasium“).

Im Sinne unseres gelehrten Namenspatrons erheben wir einen universalen Bildungsanspruch. Dieser zielt nicht auf die Ausbildung von Fachspezialisten ab. Vielmehr ist unsere Erziehungs- und Bildungsarbeit von der Idee geleitet,  dass der Wissens- und Kompetenzerwerb die uns anvertrauten jungen Menschen zu mündigen und selbstbestimmten Persönlichkeiten heranbildet. Als solche sind sie in der Lage am intellektuellen gesellschaftlichen Diskurs sowie am kulturellen Leben teilzuhaben und soziale Verantwortung zu übernehmen. Neben der Vermittlung einer Allgemeinbildung in diesem Sinne, befähigt unsere Schule als Gymnasium zur allgemeinen Hochschulreife und qualifiziert für eine anspruchsvolle Berufsausbildung außerhalb der Hochschule.

Einen besonderen Akzent unserer Bildungsarbeit legen wir auf die Fremdsprachenausbildung sowie den mathematisch / naturwissenschaftlichen Fächerbereich. Die Einrichtung der beiden Profile („deutsch-englisch-bilingual“ und „naturwissenschaftlich“) trägt dem Rechnung. In allen Fächern unterstützen modern ausgestattete Fachräume einen zeitgemäßen, anspruchsvollen und schülerorientierten Fachunterricht. Durch ein vielfältiges Angebot an Austausch- und Studienfahrten, durch regelmäßige Exkursionen zu außerschulischen Lernorten sowie durch die Einladung von Experten an unsere Schule bereichern und erweitern wir immer wieder unseren Unterricht und öffnen die Schule für die gesellschaftliche und die wissenschaftliche Wirklichkeit.

Fordern und Fördern ist für uns am AMG kein Gegensatz. Auf der einen Seite fordern wir von unseren Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft, sich ausdauernd mit den anstehenden Aufgaben auseinander zu setzen. Unser Ziel ist es, sie zunehmend zu Abstraktion und flexiblem kritischem Denken, zu eigenständiger Problemlösung und zur zielgerichteten Zusammenarbeit in der Gruppe zu befähigen. Auf der anderen Seite fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Begabungen auf vielfältige Weise, unterstützen sie beim Lernen und auch in Lernkrisen sowie auch beim Erwerb besonderer Zusatzqualifikationen. Regelmäßig organisieren Lehrkräfte der verschiedenen Fachrichtungen für ihre Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an Wettbewerben und begleiten sie dorthin.

Die neu ins AMG eintretenden Schülerinnen und Schüler begleiten wir sorgsam beim Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium durch ein speziell darauf abgestimmtes Konzept für die ersten Schultage, doppelte Klassenlehrerteams, und die Stufenfahrt „klasse Klasse“ mit dem Fokus auf sozialem Lernen und Teambildung. Unterstützt durch ein Schulgebäude von ansprechender moderner Architektur, das einen großen schülerfreundlich gestalteten Schulhof mit niedrigen Gebäudeteilen umschließt, bietet das AMG seinen Schülerinnen und Schülern einen behüteten Lern- und Lebensraum, in dem diese sich gerne bewegen. Dem trägt auch das fünfjährige Lernen im selben Klassenverband Rechnung. Die zweite Fremdsprache führt nicht zu einer Neuaufteilung. Auch der Übergang von Sek I nach Sek II wird durch pädagogische Begleitmaßnahmen wie Einführungstage, Einzelberatungen zur Schullaufbahngestaltung für alle Schülerinnen und Schüler wahlweise zusammen mit ihren Eltern über die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen hinaus von den Stufenleiterteams begleitet.

Diese Rahmenbedingungen fördern das Zugehörigkeitsgefühl zu unserem Gymnasium ebenso wie unser reges facettenreiches Schulleben, das sich durch vielfältige Aktivitäten auszeichnet. Eine große Zahl von Arbeitsgemeinschaften und Betreuungsangeboten bietet den Jugendlichen Betätigungs- und Begegnungsfelder für die unterschiedlichsten Neigungen und Interessen. Regelmäßig stattfindende Theateraufführungen, Musikdarbietungen und Feiern fördern zusätzlich die Identifikation mit der Schule. Die vielen Schülereltern, die sich engagiert in den Schulalltag einbringen, tragen nicht unwesentlich mit dazu bei, dass das Schulleben am AMG von allen Beteiligten als angenehm, friedlich und von gegenseitigem Respekt geprägt empfunden wird.

 

III. Unterricht am AMG

III.1     Allgemeines

Organisation des Schultages

Die Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler des AMG Bensberg ist auf 8 Jahre (G8) angelegt. In einem Unterrichtsraster mit 2 Langtagen und 3 Kurztagen (34 Wochenstunden) findet weitestgehend der gesamte Pflichtunterricht in Sek I und auch der größte Teil der Pflichtbelegungen der Sek II statt. In der Sek II kann es je nach individueller Belegung auch Unterricht an weiteren Langtagen geben, um so möglichst viele Schülerwahlen realisieren zu können.

Als mögliche Wochentage für Langtage sind Montag und Mittwoch (evtl. alternativ Donnerstag) vorgesehen. An Langtagen soll – soweit möglich – verstärkt in Doppelstunden unterrichtet werden. Die Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 und 6 haben aufgrund rechtlicher Vorschriften nur (maximal) einen Langtag.

Zwischen dem Vormittags- und dem Nachmittagsunterricht gibt es eine 50-minütige Mittagspause, in der in der Schulmensa ein warmes Mittagsessen eingenommen werden kann. Zusätzlich werden in dieser Mittagspause für die Schülerinnen und Schüler der Sek I in der Übermittagsbetreuung (kurz ÜMI genannt), insbesondere für die Stufen 5 – 7, offene Freizeit-, Entspannungs- und Sportangebote in Kooperation mit dem Trägerverein Parisozial Bergisches Land und dem TV Bensberg angeboten.

Als Begabungs- und Interessenförderung bietet die Schule den Schülerinnen und Schülern ein breit gefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften in allen Fachbereichen, die zumeist an den Nachmittagen der Kurztage stattfinden. In Kapitel V wird die Vielfalt dieser AG-Angebote vorgestellt.

Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 5 und 6, deren Eltern eine Nachmittags-betreuung wünschen, bietet das AMG an allen Kurztagen von 13.45 bis 15.30 Uhr eine Nachmittagsbetreuung an. Qualifizierte Oberstufenschülerinnen und -schüler führen in Kleingruppen Hausaufgabenbetreuung durch. Anschließend warten die ÜMI-Mitarbeiterinnen im Pavillon hinter der Mensa mit Freizeitangeboten auf die Kinder.

 

Organisation des Unterrichtes

Das AMG ist ein vier- bis fünfzügiges Gymnasium. Bei der Anmeldung können sich die Eltern nach Beratung durch die Schule für den deutsch-englisch-bilingualen Bildungsgang oder den Bildungsgang mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt entscheiden. In der Regel gibt es mindestens je zwei Klassen für die beiden Zweige.

Die Klassen 5 und 6 erhalten jeweils einen eigenen Klassenraum und gehen nur für spezielle Fach-unterrichte (NW, KU, MU, SP) in Fachräume. Ab Klasse 7 findet aller Unterricht in medial sehr gut ausgestatteten Fachräumen statt.

Die Klassen 5 bis 7 werden von einem Klassenlehrerteam, in der Regel ein Lehrer und eine Lehrerin, betreut. In den Stufen 8 und 9 betreut ein Klassenlehrer oder eine Klassenlehrerin die Klasse. Im Sinne unseres pädagogischen Konzeptes (vgl. Kapitel II) verbleiben die Schülerinnen und Schüler in der gesamten Sek I in einem unveränderten Klassenverband.

 

Schulische Besonderheiten im Unterrichtsangebot am AMG

Neben dem Pflichtunterricht gemäß der Stundentafeln des Landes NRW für die Sek I am Gymnasium werden den Schulen sog. Ergänzungsstunden für die Vertiefung in den Kernfächern, für die Profilbildung und für Angebote zur individuellen Förderung bereitgestellt. Am AMG nutzen wir diese in Stufe 5 in Deutsch, Englisch und Mathematik, um allen unseren Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erfolgreich zu ermöglichen und unterschiedliche Voraussetzungen auszugleichen. Um auch den zweiten Übergang in die Sek II trotz verkürzter Schulzeit optimal vorzubereiten, erhalten alle nicht-bilingualen Klassen 8 eine weitere Ergänzungsstunde in Englisch sowie alle Klassen 9 eine Ergänzungsstunde in Mathematik. Die übrigen Ergänzungsstunden werden genutzt für die Vertiefungsangebote in den beiden Profilzweigen: Im bilingualen Zweig wird der Englischunterricht in Stufe 5 um eine weitere, in Stufe 6 um zwei Wochenstunden erhöht. Ab Klasse 7 wird dann jeweils eine Ergänzungsstunde beim Start des englischsprachigen Sachfachunterrichtes in Erdkunde, Politik und Geschichte genutzt, der so im Anfangsjahr drei- statt zweistündig unterrichtet wird. Im naturwissenschaftlichen Zweig wird in den Stufen 5 bis 7 je eine Ergänzungsstunde pro Jahr genutzt für praktische und experimentelle Erweiterungsangebote im Anfangsunterricht in Biologie, Physik und Chemie.

Individuelle Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich in Klasse 6 durch die Wahl zwischen Latein und Französisch als 2. Fremdsprache, ab Klasse 8 durch die Entscheidung für eine dritte Fremd-sprache oder einen Differenzierungskurs fächerübergreifender Art wie z. B. Biologie / Chemie oder Physik /Informatik. Als Besonderheiten bietet das AMG im Wahlpflichtbereich ab Klasse 8 zusätzlich einen Kurs Geschichte /  Politik deutsch-französisch-bilingual sowie das Fach Wirtschaft / Ökonomie an.

In den Stufen 7 und 8 hält das AMG mit dem Förderprogramm MoVe während der normalen Unterrichtszeit zusätzlich ein individuelles Förderangebot für einzelne Schülerinnen und Schüler bereit, um ihnen unter Anleitung das selbstständige Aufarbeiten von Lerndefiziten oder eine Verbesserung ihres Lernstandes in den Kernfächern zu ermöglichen. Mehr Informationen dazu in Kapitel IV.1.

Ab der Einführungsphase (= EF, ehemals Stufe 10) treten die Schülerinnen und Schüler in die gymnasiale Oberstufe ein und wählen aus einem großen Angebot ihre individuelle Fächerbelegung. Mit Spanisch als in der EF neubeginnender Fremdsprache bieten wir allen sprachinteressierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zum Erlernen einer dritten oder sogar vierten Fremdsprache. Die seit vielen Jahren bewährte Kooperation mit dem benachbarten Otto-Hahn-Gymnasium und im Einzelfall auch mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern in der Qualifikationsphase eine breite Auswahl für ihre Leistungskurse in allen Fachbereichen.

 

Hausaufgabenkonzept

Hausaufgaben sind eine wesentliche Ergänzung der schulischen Unterrichtsarbeit. Im Rahmen der Optimierung von G8 galt es deren Umfang und Ausgestaltung zu überdenken. Die Fachkonferenzen und eine Projektgruppe haben dies ausgiebig diskutiert und beraten. Das dabei entwickelte Hausaufgabenkonzept wurde im Mai 2012 in der Lehrerkonferenz und abschließend in der Schulkonferenz beschlossen und hat sich seitdem bewährt.

Es ist ein Hausaufgabenkonzept, das Eltern, Lehrer und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen in die Pflicht nimmt. Im Zentrum steht folgender Leitgedanke: wir möchten jedes Kind nicht nur dabei unterstützen, Hausaufgaben selbstständig zu bearbeiten, sondern es auch zum lebenslangen und selbstständigen Lernen mit entsprechenden methodischen Kompetenzen anleiten. Wir achten darauf, dass Hausaufgaben sinnvoll gestellt und von Schülerseite sinnvoll in den eigenen Lernprozess eingebunden werden.

An Langtagen geben wir in der Sekundarstufe I (Sek I) keine Hausaufgaben in Fächern, die unmittelbar am nächsten Tag wieder unterrichtet werden. Großen Wert legen wir auch auf das Einhalten der zeitlichen Obergrenzen für Hausaufgaben gemäß dem Hausaufgabenerlass für die Sek I. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer achten für ihre Klassen darauf. Mit dem schuleigenem Schulplaner, der allen Neueingeschulten vom Förderverein zur Begrüßung geschenkt wird, werden die Kinder von Anfang an methodisch angeleitet, den Überblick über die gestellten Hausaufgaben zu behalten und diese in angemessenen Zeiten erledigen zu können.

 

Vertretungskonzept

Ausfall von regulärem Unterricht infolge von Erkrankungen, der Begleitung von Exkursionen oder Schulfahrten oder der Teilnahme an Fortbildungen von Lehrkräften ist unvermeidbar. Um auch in diesen Fällen den Schülerinnen und Schülern fachgerechten Unterricht bzw. in Sek II eigenverantwortliches Lernen – soweit wie möglich – zu gewährleisten, haben die Lehrerinnen und Lehrer ein Vertretungskonzept erarbeitet und beschlossen, das sich schon mehrere Jahre bewährt hat.

In den Stufen 5 und 6 werden alle Stunden des regulären Stundenplans vertreten, damit eine verlässliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler in der Schule sichergestellt wird. Unser Vertretungskonzept sieht vor, dass der Vertretungsunterricht in der Sek I vorrangig durch andere in der Klasse unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer oder falls dies nicht möglich ist durch Fachlehrerinnen oder Fachlehrer durchgeführt werden. Wenn es der abwesenden Lehrkraft möglich ist, z. B. bei längerfristig geplanter Abwesenheit, sollen Materialien bereitgestellt werden, die eine Fortführung der Unterrichtsvorhaben durch die Vertretungslehrkraft ermöglichen. Falls kein Material vorliegt und die Vertretungslehrkraft die Lerngruppe nicht kennt, stehen Materialsammlungen für Vertretungsstunden der einzelnen Fächer bereit, auf die zurückgegriffen werden kann.

In der Sek II erhalten die Schülerinnen und Schüler Aufgaben zum eigenverantwortlichen Lernen.

Um Eltern sowie Schülerinnen und Schülern einen aktuellen Einblick in die Vertretungspläne zu ermöglichen, können diese über die Schulhomepage im passwortgeschützten Bereich eingesehen werden.

Bei längerer Abwesenheit von Lehrerinnen und Lehrern bemüht sich die Schule zeitnah feste Vertretungsregelungen zu schaffen bzw. zusätzliche Vertretungslehrkräfte befristet einzustellen.

 

Förderung der Methoden- und Medienkompetenz

Bereits in den ersten Schultagen der neuen Fünftklässler steht Methodentraining auf dem Programm der Klassenlehrerteams. Zunächst geht es darum die für den Übergang auf die weiterführende Schule notwendige Arbeitsorganisation und erste Arbeitstechniken zu trainieren. Im Laufe der weiteren Schuljahre sehen die schulinternen Curricula dann die Schulung von Methoden- und Medienkompetenz in den jeweiligen Fächern vor. Die hohe mediale Ausstattung des AMG mit interaktiven Tafeln (Smartboards), Beamer und Laptopeinheiten oder Flachbildschirmen mit DVD-Playern in den Fachräumen ermöglicht eine ausgiebige Schulung der Methoden- und Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Zwei gut ausgestattete PC-Räume für Internetrecherchen oder die Nutzung fachspezifischer Software werden ebenso intensiv genutzt.

Am Ende der EF nehmen alle Schülerinnen und Schüler regelmäßig an einem halbtägigen Methodentraining zur Einführung in die Datenbankrecherche in den Räumen der Stadtbibliothek Köln teil. Eine eintägige Schulung in der Computerschule der Kreissparkasse Köln in der Q1, kurz vor der Erstellung der Facharbeiten, gehört ebenso seit Jahren zum festen Bestandteil der Methoden- und Medienerziehung am AMG.

Ein fächerübergreifendes Methodencurriculum für alle Jahrgänge auszuarbeiten ist ein Vorhaben für die weitere Unterrichtsentwicklung.

 

III.2     Sprachlicher Schwerpunkt:

Erziehung zur Mehrsprachigkeit  – Interkulturelles Lernen

Der sprachliche Schwerpunkt des AMG, der sich durch die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu Mehrsprachigkeit und interkultureller Handlungskompetenz auszeichnet, steht in langer Tradition und bedingt sich durch die Herausforderungen, denen die Schülerinnen und Schüler in einem zusammenwachsenden Europa und einer globalisierten Welt begegnen werden. Dem von den europäischen Institutionen formulierten Ziel zur Förderung von Mehrsprachigkeit wird damit in besonderem Maße Rechnung getragen.

Die europäischen Kompetenzen werden beispielsweise gefördert durch die vertiefte mehrsprachige Auseinandersetzung mit aktuellen Themen zur Europäischen Union im Rahmen

  • des bilingualen Zweiges / Angebots im Differenzierungs- und Oberstufenbereich,
  • der Möglichkeit eines trilingualen (dt., engl., frz.) Projektkurses zum Thema Europa,
  • von CertiLingua,
  • von Exkursionen.

Das sprachliche Angebot

Das Erlernen einer ersten und zweiten Fremdsprache ist verpflichtend mindestens bis zum Abschluss der 9. Klasse. Darüber hinaus können ab Klasse 8 weitere Fremdsprachen belegt werden. In der gymnasialen Oberstufe muss mindestens eine der in der Sekundarstufe I begonnenen Fremdsprachen bis zum Abitur fortgeführt werden.

 

Klasse 5 Klasse 6 Klasse 8 EF
Englisch Französischoder Lateinisch Lateinisch oder Französisch Spanisch und / oder Hebräisch

 

In den modernen Fremdsprachen unterstützen uns regelmäßig muttersprachliche Fremdsprachenassistenten und Fremdsprachenassistentinnen bei der binnendifferenzierten Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schüler, zur Zeit vor allem im Englischunterricht.

Das Latinum kann Ende der EF (bei Lateinisch als 2. Fremdsprache) bzw. am Ende der Q2 (Lateinisch als 3. Fremdsprache) erworben werden.

Um im Rahmen der Schulzeitverkürzung auch weiterhin ein attraktives Angebot zum Erlernen der dritten und / oder weiterer Fremdsprachen machen zu können, befindet sich die Frage der Sprachenfolge in der Diskussion und wohlmöglich vor Veränderungen und Flexibilisierungen im Sinne einer noch mehr schülerorientierten Persönlichkeits- und Profilbildung.

Mit dem sprachlichen Angebot am AMG bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, drei der weltweit wichtigsten Verkehrs- und Handelssprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) sowie Latein als philologische Grundlagensprache zu erlernen. Dies bietet erweiterte Möglichkeiten sowie eine wichtige Grundlage und Vorteile bei der Studien- und Berufswahl in Deutschland, Europa und der Welt.

 

Bilinguale Angebote

Der deutsch-englische Bildungsgang

Der Schwerpunkt des bilingualen Angebotes am AMG liegt auf dem seit langem etablierten deutsch-englisch bilingualen Zweig, für den die Entscheidung in der Regel zu Beginn der Schullaufbahn erfolgt. Mit Beginn der Oberstufe steht die Belegung bilingualer Sachfächer grundsätzlich allen Schülerinnen und Schülern offen. Aktuell wird diskutiert, die momentan bilingual unterrichteten gesellschaftswissenschaftlichen Fächer um Fächer des naturwissenschaftlichen Bereichs zu erweitern.

Der Unterbau: Klassen 5 und 6

Verstärkter Englischunterricht in den Klassen 5 und 6 bereitet die Schülerinnen und Schüler auf den bilingualen Sachfachunterricht vor. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf bilingualen Arbeitstechniken, wie zum Beispiel Lesestrategien, oder aber auch auf der Einführung von Wortschatz zum Beschreiben von Karten oder zur Interpretation von Diagrammen. Die Sachfächer werden in den Klassen 5 und 6 noch in deutscher Sprache unterrichtet.

Bilingualer Sachfachunterricht in der SEK I

Der bilinguale Sachfachunterricht setzt in Klasse 7 mit Politik und Erdkunde bilingual ein. Geschichte bilingual setzt ab Klasse 8 ein. Als neu einsetzende bilinguale Sachfächer werden die Fächer im ersten Unterrichtsjahr jeweils 3- statt 2-stündig unterrichtet.

Bilingualer Sachfachunterricht in der SEK II

In der SEK II können die Schülerinnen und Schüler Geschichte bilingual und / oder Erdkunde bilingual wählen. Um den bilingualen Bildungsgang erfolgreich zu absolvieren, müssen sie in der Qualifikationsphase einen Leistungskurs Englisch wählen, ein bilinguales Sachfach (momentan Geschichte und / oder Erdkunde) durchgehend belegen und dieses mit ins Abitur nehmen (als 3. oder 4. Abiturfach).

 

Der Differenzierungskurs Geschichte / Politik (deutsch – französisch – bilingual) in den Stufen 8 und 9

Seit mehreren Jahren existiert am AMG für Schülerinnen und Schüler mit Französisch als zweiter Fremdsprache die Möglichkeit, im Differenzierungsbereich der Mittelstufe (Klassen 8 und 9) den Kurs Geschichte / Politik (deutsch – französisch – bilingual) zu belegen. Weitestgehend in französischer Sprache und mit zielsprachigen Originalquellen setzen sich die Schülerinnen und Schüler hier mit historischen, politischen, sozialen und ökonomischen Fragen und Problemen aus dem frankophonen Sprachraum auseinander, die für aktuelle Erscheinungen und Entwicklungen Bedeutung haben. Die relative Freiheit im Curriculum ermöglicht dabei eine besondere Einbeziehung der Interessen der Schülerinnen und Schüler. Die sprachliche Vertiefung und inhaltlich-methodische Erweiterung der Kompetenzen fördert ihre interkulturellen Handlungskompetenzen und kann als Propädeutikum zum Projektkurs „Europa“ verstanden werden.

 

Der trilinguale Projektkurs „Europa“ in der Q1

Seit dem Schuljahr 2012 / 13 wird den Schülerinnen und Schülern am AMG die Möglichkeit angeboten, in der Q1 einen einjährigen Projektkurs zu belegen, der sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas auseinandersetzt und fremdsprachliche Module (englisch / französisch) beinhaltet. In dieser neuen Form des fächerverbindenden Unterrichts wird primär projektartig gearbeitet. Die mehrsprachige Herangehensweise bietet einen besonderen Zugang zu authentischem Material und fördert so die vertiefte und multiperspektivische Auseinandersetzung mit europarelevanten Themen.

Dieses Konzept könnte zukünftig erweitert werden um spanischsprachige Module und die Verknüpfung mit Wettbewerben auf europäischer Ebene.

 

Sprachzertifikate / Sprachwettbewerbe / Internationale Begegnungen

Das AMG gibt seinen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, verschiedene Sprachzertifikate zu erwerben. In Arbeitsgemeinschaften werden die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Prüfungsformate vorbereitet. Die Sprachzertifikate bescheinigen verschiedene Kompetenzen auf fest definierten Niveaustufen ab, sind international anerkannt und sind lebenslang gültig.

Englisch Das AMG ist zertifiziertes Prüfungscenter für die Cambridge-Zertifikate in Kooperation mit dem Englischen Institut in Köln.: First Certificate in English – FCE (Klasse 9 oder EF GK E) Cambridge Certificate in Advanced English – CAE (LK E)
Französisch Das Diplôme d’Études en Langue Française scolaire (DELF) kann in verschiedenen Niveau-stufen erworben werden: DELF Niveau A1 und A2 (sehr) leichtes Niveau – ab 1 Jahr (A1) bzw. 3 Jahren (A2) Sprach-unterricht DELF Niveau B1 und B2 mittleres bis gehobenes Niveau – ab ca. 4 Jahren Sprachunterricht. Das DELF-Zertifikat wird vom französischen Bildungsministerium vergeben, die Prüfungen werden vom Institut Français in Köln organisiert.
Spanisch  DELE (Diplom für Spanisch als Fremdsprache) ist ein vom spanischen Ministerium für Bildung, Kultur und Sport beglaubigtes Zertifikat und gilt als offizieller, international anerkannter Nachweis der spanischen Sprachkenntnisse als Fremdsprache. Das DELE unterteilt sich in drei Kategorien mit insgesamt sechs Stufen, die jeweils abhängig vom Sprachniveau (A1 bis C2) sind. Das AMG unterstützt Schülerinnen und Schüler, die ein DELE-Zertifikat erwerben wollen.

Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt und unterstützt, am Bundeswettbewerb für Fremdsprachen und / oder Lateinwettbewerben (z. B. Fremdsprachen Wettbewerb Latein und Certamen Carolinum) teilzunehmen, die viele unserer Schülerinnen und Schüler bereits erfolgreich gemeistert haben.

Aktuelle von der Schulkonferenz beschlossene Entwicklungsziele sind die erneute Realisierung eines Comenius-Projektes (die nach neuer Bezeichnung Erasmus-plus-Projekte heißen) mit Partnerschulen aus Norwegen, Frankreich und Österreich sowie die angestrebte Zertifizierung des AMG als Europaschule.

 

CertiLingua

Im Jahr 2011 wurde das AMG beim Schulministerium als CertiLingua-Schule akkreditiert. Seither können Schülerinnen und Schüler mit besonderen Qualifikationen mit dem Abitur das „CertiLingua Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen“ erwerben. Dieses Zertifikat weist besondere sprachliche und interkulturelle Kompetenzen aus, was den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten bei der Studien- und Berufswahl in einem zusammenwachsenden Europa und der globalisierten Welt eröffnet.

Zu den Voraussetzungen gehören grundsätzlich gute bis sehr gute Leistungen in zwei modernen Fremdsprachen, die aus der Sekundarstufe I fortgeführt werden (i.d.R. Englisch und Französisch, Spanisch in Ausnahmefällen möglich), und in einem bilingualen Sachfach in der Oberstufe.

Das AMG unterstützt und fördert die Schülerinnen und Schüler beim Erlangen der weiteren Qualifikationen, wie dem Durchführen und der Dokumentation eines curricular angebundenen Begegnungsprojekts in der Sekundarstufe II und dem Nachweis europäischer und internationaler Kompetenzen im Unterricht, z. B. in den Fächern Sozialwissenschaften, Geschichte und Erdkunde aber auch im Projektkurs „Europa“.

 

III.3     Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

Zu den Naturwissenschaften zählen die Fächer Biologie, Chemie und Physik, sowie die fächerübergreifenden Angebote Biologie-Chemie und Physik-Informatik im Wahlpflichtbereich der Stufen 8 / 9.

Der naturwissenschaftliche Unterricht wird für die Schülerinnen und Schüler, die eine naturwissenschaftliche Klasse in Sek I besuchen, durch verschiedene Schwerpunktsetzungen vertieft:

  • Die Klassen 5, 6 und 7 erhalten im Anfangsunterricht in Biologie, Physik bzw. Chemie jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde. So können im dann dreistündigen Unterricht verstärkt Schüler-Experimente durchgeführt und vertiefende Aspekte untersucht werden.
  • Fest im Unterrichtskonzept verankerte Exkursionen bzw. Studientage machen diese Schülerinnen und Schüler zusätzlich mit naturwissenschaftlichen Themen und auch Berufsfeldern vertraut.
    • In Klasse 5 in Biologie findet eine Exkursion in den Zoo oder die Flora statt,
    • in Klasse 6 in Physik wird der Workshop „unplugged“ im Odysseum besucht,
    • in der Klasse 7 in Chemie wird der „Kunststofftag“ bei der Firma BARLOG Plastics durchgeführt.
  • Auch bei der Klassenfahrt in der 7 stehen für diese Klassen naturwissenschaftliche und naturerlebnispädagogische Projekte im Vordergrund.

In allen Klassen 8 und 9 wird der Chemie- und Physikunterricht als Epochenunterricht vierstündig erteilt. Dieser Halbjahresunterricht findet z. T. in Doppelstunden statt; dadurch wird ein großes Augenmerk auf die Durchführung von Schüler-Experimenten gelegt.

Ab der Klasse 8 besteht die Möglichkeit, im Wahlpflichtbereich die Fächerkombinationen Biologie- Chemie oder Physik-Informatik zu wählen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt bevorzugt berücksichtigt, um die Kontinuität in ihrer Ausrichtung zu gewährleisten.

Im Wahlpflichtbereich können zahlreiche Themen, die sonst nicht auf dem Lehrplan stehen, behandelt werden. Beispiele für die große Bandbreite an Themen, die teilweise in Absprache mit den Schülergruppen festgelegt werden, sind:

  • Von den Sinnen des Menschen über das Ökosystem Korallenriff bis zu der Herstellung von Wein und Kosmetika oder der Beschäftigung mit den Themen Duftstoffe und Feuer.
  • Von der Roboterprogrammierung mit Lego Mindstorms über das Kennenlernen unseres Sonnensystems bis zur Energiewende und erneuerbaren Energien.

Für naturwissenschaftliche Berufsfelderkundungen in der Mittelstufe ist ein Konzept mit kooperierenden Firmen in Ausarbeitung; bei dem in der Einführungsphase stattfindenden Betriebspraktikum können die Lehrer aufgrund ihrer guten Kontakte zu ansässigen Firmen u. U. bei der Findung von Praktikumsplätzen behilflich sein.

Der Fachunterricht wird in allen Jahrgangsstufen ergänzt durch zahlreiche fest in den Curricula verankerte außerschulische Angebote. Unter anderem finden regelmäßige Exkursionen zur Zoo-Schule, zum Baylab oder Baykomm sowie zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt statt. Besuche vom Biotechnikum- und Nanotechnikum-Truck des Bundesforschungsministeriums vor Ort am AMG ermöglichen vertiefte Einblicke in die Forschungswelt.

Darüber hinaus werden zahlreiche Naturwissenschafts-Wettbewerbe angeboten. So nehmen alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt am Heureka-Wettbewerb (Biologie) teil und die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtbereichs Physik- Informatik am Biber-Wettbewerb. Weitere Wettbewerbe, an denen AMG-Schülerinnen und -Schüler mit viel Freude und erfolgreich teilnehmen sind beispielsweise dechemax (Chemie) und Exciting Physics. Selbstverständlich stehen diese Wettbewerbe auch allen Schülerinnen und Schülern des bilingualen Zweiges offen.

In der Oberstufe können den Schülerinnen und Schüler Leistungs- und Grundkurse in allen Naturwissenschaften BI, CH und PH angeboten werden. Die langjährige Kooperation mit dem benachbarten Otto-Hahn-Gymnasium ermöglicht dies auch bei geringer schulinterner Nachfrage.

Interessierte AMG-Schülerinnen und -Schüler können auch in ihrer Freizeit bzw. in den Ferien naturwissenschaftlich aktiv werden und haben dabei in der Vergangenheit Preise errungen: von app- Programmierung im MINT-Summercamp des Netzwerks Rhein-Berg über Teilnahme an der Chemie-Olympiade und bei Jugend forscht bis zur Hochbegabtenstiftung der KSK Köln.

 

III.4     Weitere Besonderheiten und Schwerpunkte in den Fachbereichen

Deutschunterricht

Das Fach Deutsch hat die Aufgabe, den Begriff, den sich Schülerinnen und Schüler von dem Kulturgut Muttersprache, von ihrer Bedeutung für gelingende Kommunikation und kulturelle Teilhabe machen, zu entwickeln.

In der Erprobungsstufe werden über die üblichen fachlichen Inhalte hinaus vor allem die Sprachkompetenz und Lesefreude der Schülerinnen und Schüler gefördert. Dies geschieht z. B. durch die Einrichtung von Klassenbibliotheken, Durchführung von Lesenächten, Dichterlesungen, Lesewettbewerben oder Bibliotheksbesuchen. In der Schulbibliothek wird eine Vielzahl von Leseprojekten gebündelt. Die Fachschaft sieht eine ihrer vornehmlichen Aufgaben darin, die Freude der Kinder am Buch zu wecken, zu fördern und zu erhalten, dabei dient die Auswahl zeitgemäßer und altersadäquater Literatur auch der Erweiterung des Wortschatzes, sowie des geistigen Horizontes. Wie den beobachtbaren zunehmenden Rechtschreibproblemen in den Anfangsklassen des Gymnasiums durch ein geeignetes Förderkonzept begegnet werden kann, ist ein Entwicklungsvorhaben fürs nächste Jahr.

In der Mittelstufe wird die Sprache der Öffentlichkeit in den Mittelpunkt gerückt. Zeitungstexte, Anzeigenwerbung und argumentative Sachtexte erhalten einen wichtigen Stellenwert neben der ebenfalls wichtigen Erweiterung des literarischen Spektrums. Die Sprache wird in dieser Entwicklungsphase zunehmend über das subjektive Erleben hinaus auf ihre Wirkung im Kommunikationsprozess untersucht und reflektiert. Es gilt die Grundlagen für die Analyse und Interpretation von Texten zu schaffen und Wortschatz sowie grammatikalische Kenntnisse sowohl passiv als auch aktiv zu erweitern und zu sichern.

In der Oberstufe steht in allen Deutschkursen die integrative Arbeit an bedeutenden literarischen Werken und die Reflexion von Sprache und Wirklichkeit im Mittelpunkt der Arbeit. Durch gemeinsame Theaterbesuche werden die behandelten dramatischen Werke sinnlich erfahrbar.

Die Vorbereitung auf ein Studium bzw. das Berufsleben erfolgt in diesem Zusammenhang durch begleitende Methodenreflexion, mittels derer die Schülerinnen und Schüler lernen sollen, den eigenen Weg des Lernens, die Gewinnung von Erkenntnis und die Erarbeitung von Inhalten nicht nur im Fach Deutsch reflektorisch zu durchschauen und auf ihre Praktikabilität zu prüfen.

 

Musisch-künstlerischer und literarischer Unterricht

Die Herausbildung der ästhetischen Kompetenzen ist eine bedeutsame Aufgabe des musisch-künstlerischen und literarischen Unterrichts. So ist in den Klassen 5 und 6 sowohl Kunst als auch Musik ein fester Bestandteil in der Stundentafel. Auch danach findet durchgehend Unterricht im musisch-künstlerischen Bereich statt: die beiden Fächer werden von Klasse 7 bis Klasse 9 im halbjährlichen Wechsel unterrichtet. In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer individuellen Kursplanung ihren persönlichen musischen oder künstlerischen Präferenzen nach-gehen.

In Kunst als auch im Fach Musik (in Kooperation mit dem Nachbargymnasium) werden seit vielen Jahren regelmäßig Leistungskurse angeboten.

Über den regulären Unterricht in den Fächern Musik und Kunst hinaus besuchen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern auch außerschulische Lernorte. So führen wir Exkursionen in Konzerte, in die Oper und ins Museum durch und nehmen an Projekten teil, wie z. B. derzeit in Kooperation mit der Philharmonie Köln. Durch diese zusätzlichen Angebote nehmen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam am kulturellen Leben teil und erweitern so ihren individuellen Erfahrungshorizont. Mit Ausstellungen von Schülerwerken aus dem Kunstunterricht bereichern wir regelmäßig unser Schulleben.

Neben den Fächern Musik und Kunst genießt auch der Bereich Theater / Literatur eine hohe Wertschätzung an unserer Schule. Unsere Schülerinnen und Schüler können bereits in der Unterstufe in einer Theater-AG erste Erfahrungen mit dem Theaterspiel sammeln, in der Mittel- und Oberstufe können sie dann im Rahmen einer Theater-AG sowie im Literaturkurs in der Qualifikationsphase ihre schauspielerischen Fähigkeiten vertiefen.

 

Gesellschaftswissenschaftlicher Unterricht

a) Ziel historisch-politischer Bildung am AMG: Erinnern ermöglichen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen

Die Teilhabe an der Erinnerungskultur ist wichtiger Bestandteil der personalen und sozialen Orien-tierung der Schülerinnen und Schüler. Ziel ist die Stärkung ihrer historisch-politischen Kompetenzen, mit deren Hilfe sie in den Stand versetzt werden, mit eigenen begründeten Standpunkten an historischen, politischen und gesellschaftlichen Diskursen aktiv teilzunehmen. Damit werden sie auf ihre Verantwortung als Staatsbürger unserer parlamentarischen Demokratie gegenüber vorbereitet.

Seit 2012 bietet das AMG deshalb allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 und der EF jährlich die Möglichkeit einer Teilnahme an der Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz / Birkenau. In einer verpflichtenden Arbeitsgemeinschaft im Umfang von 2 Wochenstunden in einem Schulhalbjahr bereiten sich die Teilnehmer thematisch auf die Begegnung mit den Orten der Verfolgung und Vernichtung vor (jüdisches Ghetto in Krakau, Auschwitz I, Birkenau und 2015 zusätzlich KZ Buchenwald).

Eine Studienfahrt nach Auschwitz / Birkenau kann nicht der Endpunkt der Beschäftigung mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte sein; sie bildet vielmehr den Ausgangspunkt für eine weitere intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust in der Oberstufe: in Geschichtsprojekten z. B. mit Zeitzeugen, in der Konzeption und Umsetzung eigener Ausstellungen zu Gedenktagen, Exkursionen zu Gedenkstätten sowie Kultur- und Dokumentationszentren, verbunden mit Fachgesprächen geleitet von Historikern und wissenschaftlichen Mitarbeitern und schließlich mit der Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Unterstützt werden diese Vorhaben durch Kooperationsvereinbarungen in Form von Bildungspartnerschaften mit wichtigen Archiven, Dokumentationszentren und Gedenkstätten auch außerhalb von NRW wie beispielsweise ITS in Arolsen und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.

Die mit der Studienfahrt nach Auschwitz befassten Geschichtslehrer sind fortgebildet im Bereich der Gedenkstättenpädagogik und zum Thema „Erziehung nach Auschwitz“.

In der Qualifikationsphase ist der Besuch im Haus der Geschichte Bonn obligatorisch für Geschichtskurse.

b) Demokratie gestalten – Teilnahme am politischen Willensbildungsprozess

Die Schülerinnen und Schüler auf die staatsbürgerlichen Aufgaben einer Mitgestaltung von Staat und Gesellschaft vorzubereiten, ist erklärtes Ziel politischer Bildung des AMG über den Rahmen des regulären Fachunterrichts der angebotenen Fächer Politik, Sozialwissenschaften, Wirtschaft / Ökonomie hinaus.

Zugleich ist die politische Tätigkeit von Mandatsträgern in den Parlamenten, Landtagen, Ministerien, Rathäusern sowie in den EU-Institutionen in Brüssel weit entfernt von der Lebenswirklichkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Das AMG bildet daher eine Brücke zwischen Schülerinnen und Schülern und politischen Mandatsträgern: zum einen kommen direkt gewählte Abgeordnete des Rheinisch-Bergischen Kreises des Europaparlaments, des Bundestags, des Landtags verschiedener politischer Parteien regelmäßig auf Einladung ins AMG und nehmen sich Zeit für einen intensiven Gedankenaustausch zu grundlegenden politischen und gesellschaftlichen Themen, die im Fachunterricht zuvor erarbeitet wurden. Zum anderen lernen Schülerinnen und Schüler die Aufgaben politischer Mandatsträger und politischer Institutionen vor Ort kennen, durch Exkursionen ins Rathaus und in den Landtag, durch Studienfahrten nach Berlin zu den Institutionen des Bundes und nach Brüssel zu EU-Institutionen. Sie erhalten so intensive Einblicke in die politische Arbeit vor Ort aus der Perspektive verschiedener Interessengruppen, politischer Gruppierungen und Gebietskörperschaften

c) Das Differenzierungsfach Wirtschaft / Ökonomie

Das AMG bietet denjenigen Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen des G8 Bildungsgangs des Gymnasiums in der Klassen 8. und 9. keine dritte Fremdsprache erlernen wollen und keine thematische Vertiefung im Bereich der Naturwissenschaften wünschen, das Fach Wirtschaft / Ökonomie an. Angestrebt wird eine vertiefende Bildung in grundlegenden wirtschaftlichen und finanzpolitischen Themen, die Voraussetzung ist für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches ökonomisches Handeln im privaten Bereich wie auch als Bürger in einer sozialen Marktwirtschaft.

Das Fach Wirtschaft / Ökonomie stellt damit in thematischer und methodischer Hinsicht eine Ergänzung der Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Kanons (Erdkunde, Geschichte, Politik), des mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächerangebotes sowie der Fremdsprachen dar. In der Oberstufe findet es seine curriculare Anbindung in dem Fach Sozialwissenschaften / Wirtschaft.

Das z. Zt. in Erprobung befindliche Curriculum umfasst folglich grundlegende Themen sowohl der sozialen Marktwirtschaft, der Wirtschafts- und Finanzpolitik der Gebietskörperschaften als auch des Wirtschaftens der Privathaushalte. Unterrichtliche Themen werden vertieft mit fachwissenschaftlichen Exkursionen zur Deutschen Börse in Frankfurt, zum Landtag in Düsseldorf und in das Rathaus in Bergisch Gladbach.

Ergänzt wird das Curriculum überdies mit Elementen zur Vorbereitung und Begleitung im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung, unterstützt durch unseren Bildungspartner, der Bensberger Bank. In Vorbereitung befindet sich der Aufbau weiterer Bildungspartnerschaften, z. B. mit der FHDW in Bergisch Gladbach.

 

Mathematik

Die Aufgabe des Mathematikunterrichts am Gymnasium ist es, die Schülerinnen und Schüler in die abstrakte Welt der Zahlen, Formen und Symbole einzuführen und sie verständnisorientiert mit mathematischem Denken vertraut zu machen. Für das Gelingen dieses Anspruchs spielt insbesondere in Bezug auf das entdeckende Lernen als auch auf das verstehende Lernen durch Veranschaulichung der Einsatz digitaler interaktiver Medien eine nicht unwesentliche Rolle.

Der Mathematikunterricht am AMG ist in besonderer Weise geprägt von der sehr guten Ausstattung mit elektronischen Medien. Zwei von den drei Mathematikfachräumen besitzen ein interaktives Whiteboard, für den dritten Fachraum steht eine fahrbare Einheit von Beamer und Laptop zur Verfügung. Die beiden Computerräume der Schule werden ebenfalls gerne für den Mathematikunterricht genutzt. Der vielfältige Einsatz von dynamischen Programmen trägt nicht nur in hohem Maße zur Veranschaulichung komplexer Strukturen bei, sondern fördert den kreativen Blick zum Entdecken von Zusammenhängen.

Aus ähnlichen Erwägungen heraus führen wir am AMG schon zu Beginn der 7. Klasse den für das Zentralabitur vorgeschriebenen Graphiktaschenrechner ein, mit dem die Schülerinnen und Schüler schon früh selbst in die Lage versetzt werden, geometrische Sachverhalte zu veranschaulichen und funktionale Zusammenhänge zu visualisieren. In der Oberstufe sind sie dann bereits vertraut mit dem Medium und erlernen seine immer komplexer werdenden Einsatzmöglichkeiten ohne Probleme.

Über den Unterricht hinaus macht das Fach Mathematik regelmäßig auf sich aufmerksam durch die erfolgreiche Teilnahme an unterschiedlichsten mathematischen Wettbewerben. Jedes Jahr gibt es Preisverleihungen für einzelne Schülerinnen und Schüler, die herausragende Leistungen gezeigt haben. Immer wieder kommt es auch vor, dass wir als Schule prämiert werden für die hohe Zahl an erfolgreichen Teilnehmern.

 

Religionslehre / Praktische Philosophie

Der Unterricht wird durchgängig konfessionell getrennt in katholischer und evangelischer Religionslehre erteilt. Ein Zeichen gelebter Ökumene stellen die regelmäßig für die gesamte Schulgemeinschaft stattfindenden Wortgottesdienste dar. Sie begleiten wichtige Ereignisse des Schuljahres (Adventszeit; Schuljahresende) und der Schullaufbahn (Einschulungsgottesdienst; Abiturgottesdienst).

Schülerinnen und Schülern, die konfessionslos sind, anderen Religionsgemeinschaften angehören oder von der Teilnahme am Religionsunterricht abgemeldet sind, nehmen ab Klasse 7 verpflichtend am Unterricht im Fach Praktische Philosophie bzw. in Sek II im GK Philosophie teil. Die Frage einer möglichen Ausweitung des Faches Praktische Philosophie auch in die Klassen 5 und 6 für die obengenannte Schülergruppe ist derzeit in der schulischen Diskussion und abhängig von Personalressourcen.

 

Sportunterricht

Neben dem Schwimmunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, dem Eislaufen in allen Klassen 7 ist der einwöchige Skikompaktkurs in Klasse 8 (zumeist in Österreich) ein herausragender Bestandteil des schulinternen Curriculums Sport und eine große Chance für alle Schülerinnen und Schüler des AMG Skilaufen zu erlernen oder ihre Fähigkeiten darin weiter zu entwickeln.

Bewegte Pause und die seit Februar 2014 angebotene Sporthelfer-AG sind zwei weitere nachgefragte  Sportangebote. In  der Sporthelfer-AG lernen interessierte Schülerinnen und Schüler praxisnah wie eine gute Sport- und Spieleinheit aussieht, welche Sicherheitsaspekte beim Sporttreiben beachtet werden müssen, wie Verletzungen verarztet werden, wie Konflikte in der Gruppe gelöst werden und welche Spiele und Trendsportarten bei Kindern und Jugendlichen angesagt sind. In Kooperation mit dem Landessportbund NRW und der Bezirksregierung Köln haben 13 sportbegeisterte Schülerinnen und Schüler des AMG die Sporthelfer-Ausbildung NRW im Schuljahr 2013 / 14 erfolgreich absolviert.

Darüber hinaus engagieren sich die Sporthelfer und Sporthelferinnen zusammen mit weiteren Freiwilligen seit Beginn des Schuljahres 2013 / 14 ehrenamtlich für die Bewegte Pause, eine Spiel- und Sportgeräteausleihe für die kleinen Pausen am Vormittag.

 

IV. Individuelle Förderung 

IV.1  Begabungsförderung

Außerunterrichtliche Förderangebote werden den Schülerinnen und Schülern am AMG zurzeit verstärkt im sprachlichen, musikalischen als auch im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich angeboten. Wir verstehen die Begabungsförderung als Motor unserer pädagogischen Arbeit. Für jede Schülerin oder jeden Schüler das „Richtige finden“, steht hierbei im Vordergrund der individuellen Förderung. Mit diesem Schwerpunkt bietet das AMG viele spezielle Angebote, die ständig ausgebaut und erweitert werden.

Alle Schülerinnen und Schüler können sich der Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer gewiss sein, wenn sie sich in Wettbewerben wie „MINT-Summercamp“, „exciting physics“ „macht mathe“, „Jugend forscht“, „Biber-Wettbewerb“, „Mathematik-Olympiade“, „Känguru Wettbewerb“ u.v.m. und beim Erwerb von Sprachzertifikaten engagieren wollen. Eine Vielzahl erfolgreicher Teilnahmen und zahlreiche Auszeichnungen für unsere Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren sind dafür der beste Beleg.

Neben dem normalen Unterricht und der Teilnahme an Wettbewerben finden die Kinder und Jugendlichen Entfaltungsmöglichkeiten in vielen Arbeitsgemeinschaften (vgl. Kapitel VI.)

Zudem können besonders begabte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an den Programmen der Universitäten in der Umgebung teilnehmen. Wir stehen im engen Kontakt zu den Hochschulen und Firmen, um interessierten Schülerinnen und Schülern ein vielfältiges Programm an Projekten, Praktikums- und Schnupperstudienangeboten anbieten zu können. So werden unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Zeit nach der Schule vorbereitet und in der Entwicklung ihrer natürlichen Stärken und Fähigkeiten bestärkt.

Im Rahmen der Begabtenförderung schlägt das AMG jedes Jahr nach einem schulinternen Auswahlverfahren, das nicht nur auf sehr gute schulische Noten Wert legt, sondern auch soziales Engagement berücksichtigt,  zwei Schülerinnen und zwei Schüler der Q1 vor, die in den ersten Monaten der Q 2 an dem Programm „Jugend aktiv“ teilnehmen dürfen. Jugend aktiv ist ein Zusammenschluss von Wirtschaftsvertretern und Universitätsangehörigen, die junge begabte Menschen durch Schulungen und Fortbildungen fördern möchten. So nimmt die Gruppe, die sich aus verschiedenen Schulen aus Nordrhein-Westfalen zusammensetzt, an Intelligenztests, Rhetorikseminaren, Firmenbesichtigungen und persönlichen Gesprächen zur Einschätzung ihrer Begabungen teil. Wichtig ist auch das gesamte Netzwerk, das sich aus diesen Monaten ergibt und während des Studiums fortwirkt.

Bei der Bewerbung für Stipendien nach dem Abitur oder die Aufnahme an Hochschulen im Inland und Ausland unterstützen wir unsere erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten umfassend.

 

IV.2  unterstützende Förderung   

Erprobungsstufe: „Schüler helfen Schülern“

Unter dem Motto „Schüler helfen Schülern“ unterrichten Oberstufenschülerinnen und -schüler mit großem Engagement Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe in den Kernfächern in unmittelbarer und individueller Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern – ein großer Vorteil gegenüber außerschulischen Nachhilfeangeboten.

Mittelstufe „MoVe“ (Module zur Vertiefung und Förderung)

Bei dem Förderangebot MoVe handelt sich um eine Möglichkeit für Siebt – und Achtklässler, gezielt konkrete Themen / Fertigkeiten in den Kernfächern Mathematik, Englisch, Französisch und Latein mit Hilfe von entsprechenden Materialien unter Anleitung eines Fachlehrers weitgehend selbstständig zu wiederholen und damit die Leistungen in dem jeweiligen Fach zu verbessern. Neben der Erweiterung der fachspezifischen Kompetenzen geht es auch um das Einüben des eigenverantwortlichen Arbeitens (z. B.: Selbstkontrolle statt Fremdkontrolle; Vertiefen von bereits bekannten Arbeitstechniken; Erfahrungen mit längeren Phasen konzentrierten Arbeitens). MoVe ist in den Stundenplan integriert und findet einmal pro Woche für alle Interessierten in Randstunden statt. Die Anmeldung zu MoVe ist freiwillig, und die Dauer hängt von der Komplexität und der Anzahl der zu bearbeitenden Themen ab. Die Anmeldung erfolgt durch die Schülerin bzw. den Schüler selbst – entweder aus eigener Motivation oder aufgrund einer Empfehlung eines Fachlehrers oder einer Fachlehrerin.

Lerncoaching

Ziel des Lerncoaching ist es, Schülerinnen und Schüler in Lernkrisen individuell zu begleiten und gemeinsam mit ihnen realistische Ziele zu erarbeiten. In ca. sechs Sitzungen im Abstand von wenigen Wochen werden diese Ziele immer wieder gemeinsam überprüft, ggf. modifiziert und durch neue Ziele ergänzt. Diese ressourcenorientierte Lernberatung wird am AMG von 10 zu Lerncoaches ausgebildeten Lehrern durchgeführt.

Entwicklungspotenzial

Im Rahmen der Teilnahme am Netzwerk Lernpotenziale II möchten wir Diagnosetools entwickeln, mit deren Hilfe wir den Schülerinnen und Schülern noch gezielter unsere Fördermöglichkeiten empfehlen können. So sollen die verschiedenen Angebote für die Mittelstufe besser vernetzt werden.

IV.3  Gemeinsames Lernen / Inklusion

Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf werden im Gemeinsamen Lernen (GL) dabei unterstützt, sich in ihrer Klasse zu inkludieren, also einzufügen. Vorausgesetzt, dass durch die Schule eine angemessene Förderung sichergestellt werden kann.

Das AMG arbeitet mit Förderlehrern verschiedener Förderschulen zusammen, die nicht nur am Unterricht teilnehmen, sondern auch an Konferenzen, Besprechungen und Einzelberatungen. Die Inklusionsbeauftragte des AMG versteht sich als Bindeglied zwischen Kollegium, Förderlehrern, betroffenen Eltern und Schülern. Sie bildet sich fort zum Thema und gibt diese erworbenen Kenntnisse weiter. Das AMG ist durch sie auch in zwei Arbeitskreisen der Stadt Bergisch Gladbach vertreten.

Für Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreibschwächen gibt es einen Förderkurs, der von einer dafür ausgebildeten Deutschkollegin geleitet wird. Sie berät auch die Kolleginnen und Kollegen und Eltern und leitet die Nachteilsausgleichskonferenzen zu diesem Thema.

 

V. Beratung und Prävention

V.1    Beratung

a) Schullaufbahnberatung

Die Schullaufbahnberatung wird in allen drei Stufen (Erprobungs-, Mittel- und Oberstufe) durch Koordinatoren und Jahrgangsstufenleiterteams wahrgenommen. Die Koordinatoren und Stufenleiter-teams kontrollieren die Schullaufbahnen im Hinblick auf die Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen und beraten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern umfassend bei der Gestaltung der Schullaufbahnen. Die Koordinatoren oder in Sek II die Stufenleiterteams leiten die Konferenzen für die jeweiligen Stufen, beraten die Lehrkräfte in Schullaufbahnfragen und begleiten die Übergänge zwischen den Stufen. Bei individuellen Problemen in Zusammenhang mit der Schullaufbahn sind sie für die Lehrkräfte, für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern erste Ansprechpartner. Bei deren Bewältigung arbeiten sie eng mit den Beratungslehrerinnen und -lehrern der Schule zusammen.

In Fällen von Versetzungs- oder Abschlussgefährdungen werden notwendige Maßnahmen individueller Förderung von den Fachlehrerinnen und Fachlehren durch die Erstellung von detaillierten Förderplänen initiiert und in persönlichen Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern umfassend beraten. Die Koordinatoren und Stufenleiterteams werden darüber informiert, um so eine koordinierte, erfolgreiche Unterstützung bis zum angestrebten Abschluss oder im Einzelfall eine Beratung über alternative Bildungsgänge zu ermöglichen.

b) Psychosoziale Beratung

Neben den Klassenleitungen, Stufenleitungen sowie den Fachlehrerinnen und -lehrer stehen speziell ausgebildete Beratungslehrkräfte bei Fragen zu oder Problemen mit folgenden Aspekten zur Verfügung:

  • Verhaltens- oder Entwicklungsprobleme, die aus dem schulischen Kontext erwachsen oder die Schulsituation beeinflussen (z. B. Schulangst, aggressives Verhalten im Unterricht, Ritzen, Außenseiterproblematik),
  • Konflikte in der Klasse oder in der Schulgemeinschaft,
    • schwierige Situationen im Elternhaus (z. B. Erziehungsschwierigkeiten, Auswirkungen einer Trennung).

Die Beratung erfolgt stets freiwillig, vertraulich (d. h. Schweigepflicht der Beratungslehrer) sowie unparteilich. Sie kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Der Beratungslehrer hilft dem Ratsuchenden beim Prozess der Lösungsfindung. Bei Bedarf werden Experten des Schulpsychologischen Dienstes, Familienberatungsstellen, Ärzte oder andere geeignete Anlaufstellen hinzugezogen.

c) Krisenintervention

Das Kriseninterventionsteam des AMG setzt sich aus der Schulleitung, für die Krisenintervention speziell fortgebildeten Kollegen und den Beratungslehrern zusammen.  Ziel des Teams ist es, die Schulgemeinschaft in großen und kleinen Krisen zu unterstützen und Notfallpläne regelmäßig zu  aktualisieren und zu kommunizieren. Von großen Krisen spricht man immer dann, wenn sehr viele Teile der Schulgemeinschaft betroffen sind. Dies wäre z. B. bei einem (angekündigten) School-shooting der Fall. Aber auch für sogenannte kleine Krisen, die einen deutlich kleineren Personenkreis betreffen (z. B. Tod eines Schülers, Elternteils oder Lehrers), hat das Kriseninterventionsteam Konzepte zur Unterstützung von Schülern, Kollegen und Eltern entwickelt.

 

V.2      Prävention – Gesunde Schule

a) Suchtprävention am AMG – vier Bausteine

Das bewährte Suchtpräventionskonzept des AMG wurde im Jahr 2011 beim Wettbewerb für schulische Präventionskonzepte im Rheinisch Bergischen Kreis mit dem 1. Platz prämiert. Die damit verbundenen Termine sind fester Bestandteil der schulischen Jahresplanung.

Jahrgangsstufe 6:   Spaß und Sicherheit im Internet

Dieser vierstündige Workshop findet klassenweise mit einem außerschulischen Referenten statt. Die Schülerinnen und Schüler sollen Möglichkeiten und Gefahren des Internets kennen lernen und so zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit diesem Medium gelangen.

Jahrgangsstufe 7:  Geschlechtsspezifisches Präventionsprojekt (in Kooperation mit dem  Fachdienst Prävention Bergisch Gladbach und dem Jugendzentrum UFO)
Ziel des Präventionsprojektes ist es, einen Beitrag zur Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls bei den Schülerinnen und Schülern zu leisten. Selbstreflexion, Ich-Stärkung, eigene Körperwahrnehmung, Genussfähigkeit und die Rolle der Peer-Group sind genauso wichtige Elemente der Veranstaltung wie die Reflexion der normativen Erwartungen an männliche und weibliche Rollenmuster.

Jahrgangsstufe 8:  Aktionstag Sehnsucht

An einem Vormittag haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, an verschiedenen Stationen Experten zu unterschiedlichen Aspekten von Sucht zu befragen: einen  Kommissar des Kommissariats Vorbeugung, zwei Mediziner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Prävention, zwei Mitglieder der Anonymen Alkoholiker und Klienten aus der Schlossparkklinik Bensberg, einer Klinik für Suchthilfe.

Jahrgangsstufe 9:  Klang meines Körpers 

In der 9. Jahrgangsstufe wird im Rahmen der Suchtprävention die Wanderausstellung Klang meines Körpers zur Vorbeugung von Essstörungen eingesetzt. Die Ausstellung wurde von der Dipl. Musiktherapeutin Stephanie Lahusen in Zusammenarbeit mit fünf betroffenen jungen Frauen und einem jungen Mann entwickelt und wird von der Caritas und der AOK unterstützt.

Da wir die Eltern ebenfalls informieren möchten, finden auch in regelmäßigen Abständen Elternabende zu Themen der Suchtprävention statt.

Bei in Einzelfällen auftretenden Problemen wie Essstörung, Suchtgefährdung und Abhängigkeit berät die Suchtpräventionsbeauftragte die betroffenen Schülerinnen und Schüler individuell.

b) Gesundheits- und Mobilitätserziehung

Aspekte der Gesundheitserziehung sind fest verankert in den schulinternen Curricula der Fächer Biologie und Sport. Darüber hinaus setzt sich eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schüler am AMG für Fairtrade-Produkte ein: auf Schulfesten gibt es Infostände zu Fairtrade-Produkten. Bergisch Gladbach ist Fairtrade-Stadt und bei der Übermittagsbetreuung wird nur Fairtrade-Tee ausgeschenkt. Es ist angedacht, diese Aktivitäten auszuweiten und zum Beispiel Fairtrade-Tage in der Cafeteria durchzuführen.

Fahrradtraining: Gesundheitserziehung ist auch eine Erziehung zur Bewegung und Sicherheit des eigenen Körpers. Damit möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule kommen und sich auf ihrem Schulweg sicher fühlen, führen die sechsten Klassen in Kooperation mit der Bergisch-Gladbacher Polizei ein Fahrradtraining durch, das neben Lehrkräften von Helferinnen und Helfer aus der Elternschaft begleitet wird.

 

c) Erste Hilfe und Schulsanitätsdienst

Interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 können zunächst in der „Abenteuer Helfen-AG“ spielerisch 1. Hilfe-Inhalte kennenlernen. Viele entscheiden sich danach, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. Da die durchführenden Kolleginnen zugleich anerkannte Ausbilderinnen sind, erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung, die sie – nicht nur für den Führerschein – vorlegen können.

Besonders engagierte Schülerinnen und Schüler arbeiten dann im Schulsanitätsdienst mit. Egal ob in den Pausen, während der Bereitschaftsdienste, bei Sportfesten, der Skifahrt oder vielen anderen Gelegenheiten, stets sind die Schulsanis in ihren roten T-Shirts zur Stelle, wenn sich jemand verletzt hat oder unwohl fühlt.

 

 VI. Vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften – ein Zeugnis aktiven Schullebens

VI.1     Interesse wecken – Kreativität, Begabungen und Gemeinschaftssinn fördern

Das AMG zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften aus. Der hohe persönliche Einsatz der Leiterinnen und Leiter der AGs sowie die Motivation der Schülerinnen und Schüler, dieses Angebot in Zeiten von G8 anzunehmen und aktiv mitzugestalten sind Zeugnis der hohen Identifikation der Teilnehmer mit ihrer Schule.

Im Schuljahr 2014 / 15 werden die folgenden AGs angeboten:

  • AG zur Vorbereitung der Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau
  • A-capella-Chor (ab EF),
  • Schulchor (ab Klasse 6),
  • Band-AG,
  • Basketball (in Kooperation mit dem TV Bensberg),
  • Bewegte Pause (Klassen 8 und 9),
  • Big Band,
  • Bundesfremdsprachenwettbewerb,
  • Cambridge-AG (CAE),
  • Cambridge-AG (FCE),
  • Certilingua,
  • DELF / DALF,
  • Erste Hilfe-AG,
  • Homepage-Team,
  • Jahrbuch-AG,
  • Klezmer-AG
  • Koch-AG (Q1 und Q2),
  • Orchester,
  • PA- und Multimedia-AG,
  • Philosophen-AG,
  • Roberta-AG,
  • Sanitätsdienst,
  • Sozialprojekt ‚Lerbacher Wald‘,
  • Sporthelfer-AG,
  • Theater-AG,
  • Tierschutzprojekt,
  • Unterstufen Theater (Klassen 5-7)

Die Homepage des AMG informiert mit einer stets aktuellen Liste über die laufenden AGs.

 

VI.2     Musikalische Angebote und Konzerte

Die Freude an Musik verbindet und gehört zu einem wichtigen Teil unseres Schullebens. Das breit gefächerte Angebot an Musik-AGs reicht von Orchester, Klezmer-AG und Band-AG zu Bigband, Schulchor und A-capella-Chor und bietet Schülerinnen und Schülern aus allen Jahrgangsstufen die Möglichkeit, mit ihrem Instrument und ihrer Stimme das Musikleben an unserer Schule aktiv mitzugestalten.

Das ganze Schuljahr über finden wöchentliche Proben statt. Einmal im Jahr fahren alle Ensembles zusammen auf Musik-Probenfahrt, um dort die Probenarbeit in intensiver Form fortzusetzen und sich gezielt auf das Schulkonzert vorzubereiten. Die gemeinsame Probenarbeit stärkt das Miteinander und schafft eine Verbundenheit unter den Schülern, die Freundschaften über den Klassenverband hinaus entstehen lässt.

Die Konzerte in der Aula des AMG finden vor großem Publikum statt und das Konzertprogramm ist vielseitig und reicht von klassischer Musik über Jazz bis hin zu modernem Pop. Die Schulkonzerte werden tatkräftig von der PA-AG unterstützt, die sich zuverlässig um die Licht- und Tontechnik kümmert. Neben Konzerten in der schuleigenen Aula, treten einige Ensembles auch an Orten außerhalb der Schule auf, wie zum Beispiel zu Festlichkeiten der Stadt im Bergischen Löwen oder im Kardinal Schulte Haus. Zudem findet zwei Mal im Jahr ein Solistenkonzert statt, wo einzelne Sänger oder Instrumentalisten Gelegenheit haben, vor einem kleineren Publikum Stücke darzubieten.

 


 

VI.3     Theaterprojekte – Vielfalt mit langer Tradition

Das Theater hat einen hohen Stellenwert und eine langjährige Tradition am AMG. Diesem Ruf fühlten und fühlen sich weiterhin alle Beteiligten verpflichtet. Daher ist es ihnen ein Anliegen, Theaterstücke zu inszenieren, die vergessen lassen, dass es sich dabei „nur“ um Schultheater handelt.

Voraussetzung dafür ist ein hohes Maß an Engagement, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität sowie die Bereitschaft, Grenzen zu überwinden. Dadurch erweitern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre individuellen Kompetenzen auf vielen Kanälen. Sie erfahren z. B. wie wertvoll jeder Einzelne für das Gelingen eines solchen Projektes ist. Sie lernen jede Menge schauspielerisches Handwerkszeug und erkennen, wie man sowohl die eigene Arbeit als auch die Teamarbeit organisieren muss. Zudem sind sie offener dafür, ihre Kreativität auch außerhalb der Bühne einzusetzen.

Für viele Schülerinnen und Schüler sind deren Auftritte Highlights ihrer Schullaufbahn. Der Schlussapplaus hallt für die meisten Schauspielerinnen und Schauspieler auch noch nach deren Abiturfeier nach.

Das AMG besitzt mit seiner großen Bühne und der hervorragenden technischen Ausstattung die besten Voraussetzungen für Theaterprojekte. Die Zusammenarbeit mit der AG für Licht- und Tontechnik (P.A.-AG), der Multimedia-AG und den Hausmeistern, die sich gerne als Bühnenbildner betätigen, trägt wesentlich zum Gelingen der Inszenierungen bei.

Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit sich mehrmals an Theaterprojekten zu beteiligen. Für die jungen Akteure bietet sich die Teilnahme an der Unterstufen-Theater-AG an. Ältere Schülerinnen und Schüler können ihre Talente in der Theater-AG einbringen. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, in den Literaturkursen der Oberstufe Stücke zu inszenieren.

Theater spielt aber auch im Unterrichtsgeschehen eine wichtige Rolle. Vor allem im Sprachunterricht tragen Theaterbesuche elementar zur Bildung bei. Begleitet werden diese häufig durch die Teilnahme an theaterpädagogischen Workshops, bzw. Gesprächen mit den verantwortlichen Personen an den Bühnen.

 

VI.4     Soziales Lernen – Sozialprojekte am AMG

Soziales Lernen hat viele Facetten am AMG. Das Prinzip „Ältere Schüler helfen jüngeren“ wird an verschiedenen Stellen deutlich, z. B. bei der Hausaufgabenbetreuung, der Übermittagsbetreuung und der Betreuung verschiedener Sportangebote.

Die drei Mitwirkungsgremien haben zusätzlich noch zwei Sozialprojekte ins Leben gerufen. Der Schulgemeinde war es dabei wichtig, die Schüler selbst tätig werden zu lassen und zwar möglichst in Schulnähe. Das Tierschutz-Projekt pflegt eine Partnerschaft mit dem Tierheim Dellbrück. Das AMG hat sich der Vereinigung „Schüler helfen Tieren“ angeschlossen. Die Gruppe führt verschiedene Aktivitäten durch, um das Heim materiell zu unterstützen. Sie nimmt auch an Informationsveranstaltungen zum Thema Tierschutz teil, einzelne Schüler verbringen Ferientage oder Wochenenden im Tierheim.

Die zweite Sozialgruppe hat eine Partnerschaft mit dem Seniorenheim „Lerbacher Wald“ aufgebaut, die am 16.5.2013 offiziell besiegelt wurde. Die Seniorinnen und Senioren folgen gerne der Einladung des AMG zu kulturellen Veranstaltungen, Unterrichtsbesuchen und gemeinsamen Aktivitäten (z. B. Spielenachmittag, Email- oder Handy-Nachhilfe-Treffen, gemeinsames Plätzchen-Backen u a.). Auf der anderen Seite bereichern Besuche von Schülergruppen im Seniorenheim das dortige gesellschaftliche Leben

VII. Förderung interkultureller Kompetenz

VII.1   Schulfahrten

Klassen-, Stufen- und Kursfahrten sowie Austausch- und internationale Begegnungsfahrten sind ein bedeutsamer Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit am AMG. Sie fördern das soziale Miteinander, die interkulturelle Kompetenz und vertiefen die schulischen Profilangebote und Lehrinhalte. Verbindliche Grundlage aller im Schulfahrtenprogramm vereinbarten Schulfahrten sind die gesetzlichen Regelungen des Schulfahrtenerlasses. Die Erziehungsberechtigten der jeweiligen Stufen / Klassen / Kurse werden in die Planung und Vorbereitung entsprechend den Regelungen des §2, Absatz (4) und (5) des Schulfahrtenerlasses mit einbezogen.

Stufen- / Klassen- / Kursfahrten für alle Schülerinnen und Schüler einer Stufe

Stufe Dauer Ziel / Anbindung an Unterricht
Stufe 5 4 Tage „klasse Klasse“  Teambildung neue 5er Klassen, soziales Lernen
Stufe 7 5-6 Tage Naturerlebnispädagogische Klassenfahrten in den Klassen 7 mit NW-Schwerpunkt
Klassenfahrten nach England  in den bilingualen Klassen 7
Stufe 8 8 Tage Skikompaktkurs
Qualifikationsphase 5-7 Tage LK-Studienfahrten mit thematischer Anbindung an das LK-Fach bzw. zu kulturhistorisch sinnvollen Zielen

Weitere seit vielen Jahren bewährte Schulfahrten wie die alljährliche Musikfahrt, das mehrtägige Aufsuchen außerschulischer Lernorte zur Vertiefung der Lerninhalte (z. B. Fahrten im Rahmen des Unterrichtes in den Fremdsprachen und im Fach Sozialwissenschaften) oder die Fahrt nach Auschwitz /  Krakau sollen im Sinne individueller Förderung im Rahmen der verfügbaren finanziellen Ressourcen ermöglicht werden.

 

VII.2   Schüleraustausche

Auslandskontakte am AMG

Über die o. a. Schulfahrten hinaus werden regelmäßig angeboten:

  • Schüleraustausche in den Stufen 9 und EF mit Partnerschulen des AMG (aktuell in Finnland, Litauen, den Niederlanden, Spanien, der Türkei und den USA)
  • Individuelle Schüleraustausche (z. B. nach Frankreich (Brigitte-Sauzay-Programm, zu unserer Partnerschule in Brasilien)
  • Individuelle Auslandaufenthalte i.d.R. in der EF
  • Internationale Begegnung im Rahmen eines Erasmus-plus-Projekts
  • Von Fachlehrern und -lehrerinnen betreute Briefprojekte / E-Mail Projekte einzelner Klassen / Kurse mit Lerngruppen aus dem Ausland

Zielsetzungen

  • Förderung des interkulturellen Lernens, Erweiterung der sozialen Kompetenz und Fortentwicklung von Toleranz gegenüber anderen Kulturen durch Integration in das schulische bzw. kulturelle Leben an der Partnerschule und in den Gastfamilien.
  • Vermittlung von intellektuellen und persönlichkeitsbildenden Erfahrungen, die im schulischen Alltag nicht möglich sind.

Für die von an der Schule angebotenen Austauschfahrten gelten folgende Vereinbarungen:

Voraussetzungen für die Teilnahme

  • Regelmäßige Teilnahme an den Auswahl- / Vorbereitungstreffen mit den betreuenden Lehrkräften und aktive inhaltliche Mitarbeit an der Vorbereitung der themenorientierten Schwerpunkte.
  • Schülerinnen und Schüler zeigen in der Vorbereitung erkennbar die Bereitschaft, sich den Regeln und Sitten des Gastlandes  und die in diesem Kontext definierten Regeln der begleitenden Lehrkräfte entsprechend zu verhalten.
  • Übersteigt die Nachfrage das Angebot, so werden in Absprache mit der Schulleitung Auswahlkriterien festgelegt.

 

Vor- und Nachbereitung

Die Gruppen erarbeiten gegebenenfalls eine eigenständige Dokumentation ihres Auslandskontaktes für eine schulinterne Präsentation.

Nach Ende des jeweiligen Projektes findet eine Evaluation durch die beteiligten Parteien statt, deren Ergebnisse bei einem möglichen Folgeprojekt zu berücksichtigen sind.

VIII.    Studien- und Berufsorientierung am AMG

Unter dem Titel „Neues Übergangssystem Schule-Beruf“ bemüht sich das nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Schulministerium gegenwärtig mit dem Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ um die Einführung wegweisender Standardelemente für die Studien- und Berufsorientierung. Einzelne neue Strukturen sind in den vergangenen beiden Schuljahren zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts an den Schulen des Rheinisch-Bergischen Kreises erprobt werden. Zu diesen Schulen gehört auch das AMG.

Das AMG reagiert auf die durch G8 veränderten Rahmenbedingungen mit einer breit angelegten Initiative zur Studien- und Berufsorientierung. Das AMG sieht es als seine Aufgabe an, Schülerinnen und Schüler bei der Studien- und Berufsorientierung nachhaltig zu unterstützen. Dazu bietet das AMG in Kooperation mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis aufeinander aufbauende Standardelemente an. Diese werden ab der 8. Jahrgangsstufe bis zum Abitur entweder im Fachunterricht oder in der Schule als Ergänzung zum Unterricht sowie außerhalb der Schule in Fachhochschulen, Universitäten, Ausbildungsbörsen etc. angeboten.

Im Einzelnen sind dabei 3 Phasen mit auf einander aufbauenden Elementen zu nennen:

1. Phase: Stärken erkennen, sich praxisbezogen orientieren:

Dazu zählen die „Potenzialanalyse“ in der Jahrgangsstufe 8 und die „Berufsfelderkundungen“ in den Jahrgangsstufen 7 und 9; als besonderen Schwerpunkt bietet das AMG den Schülerinnen und Schülern an, im Rahmen von Bildungspartnerschaften und angebunden an den Unterricht der MINT-Fächer Berufsfelderkundungen in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu absolvieren

2. Phase: Neigungen und Praxiserfahrungen vertiefen:

Dazu zählt das zweiwöchige Betriebspraktikum in der EF.

3. Phase: Entscheidungen vorbereiten und Übergänge planen:

Dazu zählen die Grundinformationen zur Studien- und Berufswahl der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach mit sich daran anschließenden Einzelberatungen in der Q1, die Rotary Berufs- und Studieninformation für die Q1, der Studienorientierungstag des Rheinisch-Bergischen Kreises für die Q2, die Teilnahme an Studienorientierungstagen und -wochen der RWTH Aachen und der Universität zu Köln mit Schülergruppen der Q1 und Q2, die Teilnahme an Tagen der Studienorientierung im BIZ der Agentur für Arbeit in Köln. Hinzu kommen an den Fachunterricht angebundene Exkursionen in Unternehmen und Forschungseinrichtungen. In Vorbereitung ist ein Beratungskonzept für die sog. Anschlussvereinbarungen für die Jahrgangsstufe Q2.

Ziel der Studien- und Berufsorientierung ist es, die Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, selbstbestimmt und eigenverantwortlich unter Berücksichtigung der eigenen Talente, Fähigkeiten und persönlichen Möglichkeiten ein Hochschulstudium oder eine Berufsausbildung zu wählen. Dabei geht es um viel: Das AMG unterstützt seine Schülerinnen und Schüler dabei, den Übergang von der Schule zum Studium oder zur Berufsausbildung eigenverantwortlich zu planen und umzusetzen.

 

IX. Schule als gemeinschaftlich gestalteter Lebensraum

 

Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern in den Mitwirkungsgremien

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitwirkungsgremien der Schulpflegschaft und der Schülervertretung wird am AMG intensiv gepflegt und als sehr bedeutsam für die Schulentwicklung erachtet. Alle Beschlussvorlagen für die drittelparitätisch besetzte Schulkonferenz werden zuvor der Lehrerkonferenz, der Schulpflegschaft und den Schülervertretern vorgestellt und es wird Gelegenheit zur Diskussion und Aussprache gegeben. Die endgültigen Beschlüsse beruhen daher zumeist auf einem sehr großen Konsens. In vielen Fragen der Schulentwicklung arbeiten Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in Projektgruppen zusammen, wie z. B. bei der der Erstellung eines Leitbildes für die Schule, der Überarbeitung der Hausordnung, der Erarbeitung eines Hausaufgabenkonzeptes, der Schulhofumgestaltung u. a. Auch in Fragen der Unterrichtsentwicklung und -gestaltung werden Eltern- und Schülervertreter als beratende Mitglieder in den Fachkonferenzen mit einbezogen und deren konstruktives Feedback zum Unterrichtsgeschehen als wertvoll angesehen.

Neben Elternbriefen der Schulleitung zum Schuljahresanfang, zum Jahreswechsel und im Zusammenhang mit besonderen schulischen Projekten, informieren wir Eltern sowie Schülerinnen und Schüler stets aktuell und zeitnah über anstehende schulische Termine sowie die Vielfalt der Aktivitäten und Projekte aus dem Schulleben über unsere Schulhomepage. Das Homepageteam nutzt zusätzlich einen AMG-Newsletter, der in regelmäßigen Abständen auf interessante Neuigkeiten und Reportagen auf der Homepage hinweist.

Die Schülervertretung (SV) hat in den letzten Jahren, begleitet von zwei SV-Verbindungslehrerinnen respektive -lehrern, die Strukturen ihrer Mitwirkungsarbeit u. a. durch Teilnahme an einem vom Förderverein finanziell unterstütztem Fortbildungsseminar verbessert. Die SV-Verbindungslehrer unterstützen die Schülervertretung bei Projekten und bei der inhaltlichen Vorbereitung auf die Schulkonferenzen. Ein Entwicklungsziel sieht die SV in dem Erreichen einer größeren Wahrnehmung ihrer Arbeit in breiten Teilen der Schülerschaft verbunden mit einer aktiveren Unterstützung durch die Mitschülerinnen und Mitschüler.

Schule als gemeinsamer Lebensraum

Die gemeinsame Gestaltung des Lebensraums Schule beschränkt sich aber nicht nur auf die Zusammenarbeit in den Mitwirkungsgremien. Große Teile des außerunterrichtlichen Schullebens wären ohne Elternmitarbeit gar nicht realisierbar. Zuerst ist da die Schulcafeteria zu nennen, die dank ehrenamtlicher Mithilfe von zahlreichen Müttern und Vätern die Versorgung am Schulvormittag und in den Pausen sicherstellt. Auch die Mitarbeiterinnen in der Mensa und in der die Organisation der Schulcafeteria entstammen der Elternschaft und sind fühlbar mit Herz für die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit. Das gleiche gilt für die Betreuerin der Schulbibliothek, die den Schülerinnen und Schülern bei Literaturrecherchen zur Seite steht und ihnen gleichzeitig einen behüteten Lese-, Arbeits- und Rückzugsraum bietet.

Besonders hervorzuheben ist die sehr großzügige Unterstützung der Schule durch den Förderverein des AMG. Deren alljährliche großzügige finanzielle Hilfe hat die überdurchschnittlich gute Medienausstattung der Schule sowie interessante und innovative Anschaffungen für den experimentellen Naturwissenschaftsunterricht und viele weitere Schul- und Unterrichtsprojekte in allen Fach- und AG-Bereichen möglich gemacht.

Mit zunehmender Zahl an Langtagen infolge der Schulzeitverkürzung ist es uns wichtig mit Sportvereinen und Musikschulen zusammenzuarbeiten, um so Schülerinnen und Schülern sportliche oder musikalische Freizeitaktivitäten weiterhin zu ermöglichen. Daher freuen wir uns über die gute Kooperation mit dem TV Bensberg beim sportlichen Angebot der Übermittagsbetreuung und auch mit der örtlichen Musikschule, der wir Räume am Nachmittag zur Verfügung stellen. Hier sind noch Entwicklungsmöglichkeiten für die Zusammenarbeit denkbar.

In der Brauchtumspflege bei der alljährlichen Schulkarnevalssitzung, bei Schulfesten oder Sponsorenläufen helfen alle Mitglieder der Schulgemeinde aktiv mit und zeigen gemeinsamen „school spirit“. Nur so konnten große Beiträge der Schulgemeinde zum Bau einer neuen Schultoilettenanlage und zur Umgestaltung des Schulhofes zusammengetragen werden. Bei der regelmäßigen Pflege des Schulhofgrüns helfen Klassengemeinschaften aus Eltern und Schüler  verlässlich mit und nutzen diese „Gartensamstage“ zum näheren Kennenlernen und Vertiefen der Klassengemeinschaft. Darüber hinaus versteht sich das AMG als Stadteilschule, die gerne als Gastgeber für kulturelle Veranstaltungen und die Brauchtumspflege anderer Träger zur Verfügung steht und umgekehrt deren Unterstützung erfährt.

 

X. Öffnung von Schule – Kooperation mit außerschulischen Partnern

Das AMG pflegt in vielen Bereichen Kooperationen mit außerschulischen Partnern und Institutionen. Ein großer Teil dieser Partnerschaften gründet in der gemeinsamen Verantwortung für gute Bildung und Berufsvorbereitung junger Menschen in der Region und dem Wunsch der Vernetzung von Schule, Universität und Arbeitswelt. Daneben pflegt das AMG sozial ausgerichtete Partnerschaften, die den Austausch und das Miteinander zwischen den Generationen sowie den Tier- und Menschenschutz im Blick haben. Die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern und -institutionen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die reale Arbeits- und Forschungswelt, initiiert auf diese Weise Lernprozesse außerhalb des geschützten pädagogischen Raumes der Schule und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen bei. Viele unserer Kooperationspartner unterstützen zudem die Schule mit Spenden für schulische Unterrichts- und AG-Projekte sowie bei Anschaffungen in Fachräumen und bei der Schulhofneugestaltung.

Die folgende Übersicht gibt den Stand im November 2014 wieder und zeigt die große Bandbreite auf.

 

Kooperationspartner Art der Kooperation
BARLOG Plastics Gemeinsame Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe zum Thema Kunststoff; jährliche Durchführung des Praxisteils in den Klassen NW-Klassen 7 bei BARLOG Plastics im Labor; Bereitstellung von Praktikanten- und Berufserkundungsplätzen; eine offizielle KURS-Partnerschaft befindet sich in der Vorbereitung.
Bensberger Bank Regelmäßige Expertenbesuche im PK, SW und WW-Unterricht zu den Themen  Geldmarktpolitik; Börse sowie im Rahmen von StuBO-Angeboten und Bewerbungstrainings; regelmäßige Unterstützung bei schulischen Projekten (Theater, Medien, Schulhofgestaltung).
Kreissparkasse Köln Jährliche Schulungen von allen Q1-Schülerinnen und Schülern in der KSK-Computerschule zur Vorbereitung der Facharbeiten; Expertenbesuche im Rahmen von StuBO-Angeboten; Unterstützung bei schulischen Projekten (Naturwissenschaften, Schulhofgestaltung) und beim Bezahlsystem für die Schulmensa.
Badische Beamtenbank, Filiale Refrath Unterstützung schulischer Medienprojekte und beim Schulhofprojekt.
ITS Arolsen (International Tracing Service) Bildungspartnerschaft für Projekte zur Gedenkstätten- pädagogik
JUGEND AKTIV e.V. Individuelle Förderung ausgewählter zukünftiger AMG- Abiturienten vor und nach dem Start in Studium oder Beruf
Seniorenheim Lerbacher Wald Schulisches Sozialprojekt „Jung und Alt“ mit Unterrichtsbesuchen der Seniorinnen und Senioren, vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten am AMG und im Seniorenheim, Teilhabe der Seniorinnen und Senioren am Kulturleben des AMG
Tierheim Dellbrück Schulisches Sozialprojekt „Tierschutz“ mit regelmäßigen Aktionen in der Schule oder im Tierheim
PariSozial Bergisches Land Partner in der Übermittags- und Nachmittagsbetreuung
TV Bensberg Partner bei den Sport-Angeboten in der Übermittags- und Nachmittagsbetreuung
   
Institutionen mit denen regelmäßig kooperiert wird Art der Kooperation
Fachdienst Prävention Bergisch Gladbach und Jugendzentrum UFO Langjährige Partner im Präventionsprogramm des AMG
Baylab Schülerlabore Jährliche Besuche in den Baylabs mit den GK CH der EF als fester Bestandteil des schulischen Curriculums Chemie
DLR_School_Lab Köln-Porz Jährliche Besuche mit den GK PH der EF als fester Bestandteil des schulischen Curriculums Physik
Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) Jährliche Besuche als fester Bestandteil des schulischen Curriculums Physik und im Rahmen der Berufsfelderkundung
M-real Zanders GmbH Werk Gohrsmühle Jährliche Besuche zum Thema Papierherstellung  im Differenzierungskurs BI / CH
Stadtbibliothek Köln Jährliche „Einführung in die Datenbankrecherche“ als fester Bestandteil des schulischen Curriculums Deutsch
Netcologne School Support Support des EDV-Schülernetzes der Schule

 


 XI. Qualitätsmanagement für Unterricht und schulische Arbeit

XI.1     Evaluation von Unterricht und schulischen Angeboten

Die Qualität von Unterricht und der außerunterrichtlichen Angebote sind der zentrale Gütemaßstab für eine Schule und ein bedeutsamer Faktor für gute Schülerleistungen. Sich derer regelmäßig zu vergewissern, ist eine zentrale Aufgabe einer jeden einzelnen Lehrkraft, der Schulleitung und des Gesamtsystem Schule insgesamt.

Projekte der Schul- und Unterrichtsentwicklung,  wie z. B. die fachliche individuelle Förderung MoVe in den Stufen 7 und 8, die Präventionsprojekte in den Stufen 6 – 9, der Einführungstag beim Übergang in die Sek II, die StuBO-Angebote und die ÜMI-Betreuungsangebote, werden regelmäßig durch die betreuenden Lehrkräfte evaluiert. Die Ergebnisse werden in den jeweils zuständigen Mitwirkungsgremien thematisiert, beraten und die gewonnenen Erkenntnisse zur Verbesserung und Weiterentwicklung dieser Angebote genutzt.

Die Evaluation der schulischen Ergebnisse bei landesweiten zentralen Prüfungen (LStE in Stufe 8, zentrale Klausuren in der EF und Zentralabitur) ist ein verpflichtender Tagesordnungspunkt auf den Fachkonferenzen und wird auch jährlich in den Schulpflegschaftssitzungen und auf der Schulkonferenz thematisiert.

In den Leistungskonzepten der einzelnen Fächer sind Erwartungshorizonte für Klausuren in Sek II verabredeter Standard. Auch in Sek I soll mit zunehmender Altersstufe durch Erwartungshorizonte oder Bewertungs- / Feedbackbögen oder Kommentare den Schülerinnen und Schülern und deren Eltern die Beurteilung der erbrachten schriftlichen Leistungen transparent gemacht und somit konkrete Hilfen zur Leistungsverbesserung an die Hand gegeben werden.

Der individuelle Fachunterricht wird in zunehmendem Maße von Lehrkräften in eigener Verantwortung durch Einholen von Schülerfeedback in unterschiedlichen Formen evaluiert. Die Diskussion über systematisches Schülerfeedback als innerschulischen Qualitätsstandard ist ein Entwicklungsvorhaben, das die Schülervertretung des AMG im Frühjahr 2014 an die Schulleitung und den Lehrerrat herangetragen hat und zu ersten freiwilligen Erprobungen von Evaluationsinstrumenten geführt. Die Weiterarbeit an diesem Projekt gehört zur Agenda des kommenden Jahres.

XI.2     Fortbildung

Fortbildung ist ein wichtiger Baustein der Qualitätssicherung. Schulinterne Fortbildungen fürs gesamte Lehrerkollegium bzw. Teilgruppen unterstützen die aktuelle Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Die rege Teilnahme an fachlichen Fortbildungsangeboten der Bezirksregierung Köln, der Kompetenzteams NRW oder anderer Veranstalter kennzeichnet die individuelle Fortbildungsbereitschaft vieler Kolleginnen und Kollegen am AMG. Diese bringen die dabei gewonnenen Erfahrungen als Multiplikatoren in die Fachkonferenzen ein, bei denen der kollegiale Austausch über Fortbildungen regelmäßiger Tagesordnungspunkt ist.

Allein oder in Kooperation mit benachbarten Gymnasien werden zusätzlich fachspezifische Lehrerfortbildungen zu neuen didaktisch-methodischen Aspekten und Herausforderungen initiiert und durchgeführt (wie z. B. binnendifferenzierender Mathematikunterricht, Tasked-based Language Learning & Teaching im Fach Englisch, Aufbau von Sprachmittlungskompetenz in den modernen Fremdsprachen, Fortbildungen bei der Deutschen Bundesbank für die Fachschaft Sozialwissenschaften). Zur Qualifizierung für die Übernahme und Ausübung von Sonderaufgaben in der Beratung, im Lerncoaching, Schullaufbahnbetreuung und in der Schulorganisation besuchen die Lehrkräfte thematisch darauf ausgerichtete Fortbildungen. Regelmäßige Ersthelferausbildungen bzw. Auffrischungskurse stellen eine qualitativ gut für Notfälle ausgebildete Lehrerschaft sicher. Es herrscht Konsens im Kollegium und erfährt große Unterstützung bei der Schulleitung, solche Fortbildungsinitiativen zu fördern und mithilfe des Fortbildungsbudgets zu ermöglichen.

Schulinterne Fortbildungen fürs Gesamtkollegium in Form pädagogischer Tage wurden und werden bisher vorwiegend zur Arbeit an den schulinternen Curricula und an fachspezifischen Leistungskonzepten durchgeführt. Die Öffnung der Schule fürs Gemeinsame Lernen (Inklusion) und die pädagogischen Herausforderungen im Umgang mit verhaltenskreativen Schülerinnen und Schülern sind Themen für zukünftige pädagogische Tage.

Ein Entwicklungsvorhaben von oberster Priorität ist die Entwicklung eines strukturierten Fortbildungskonzeptes als Steuerungsinstrument der Schulentwicklung und Basis für eine konkrete Fortbildungsplanung durch einen Fortbildungsbeauftragten aus dem Kreis des Lehrerkollegiums.

 

XI.3.   Aktive Mitwirkung an der Ausbildung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer

Es ist uns als Ausbildungsschule wichtig, das Leitbild der Lehrerinnen und Lehrer, wie es die Standards für die Lehrerfortbildung ausweisen, und unsere Idee von Schule, Erziehung und Unterricht an die auszubildenden Lehrkräfte weiterzugeben, um gemeinsam mit den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Engelskirchen, Köln und Leverkusen eine qualifizierte unterrichtspraktische Ausbildung zu gewährleisten.

Die mit der Ausbildungskoordination beauftragte Lehrkraft sorgt dafür, dass Referendarinnen und Referendare optimale Voraussetzungen an unserer Schule haben. Das beinhaltet folgende Aufgaben und Funktionen:

  • Organisatorische Unterstützung der regelmäßigen Kooperation zwischen den ZfsL Engelskirchen, Köln und Leverkusen und der Ausbildungsschule.
  • individuelle Beratung der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter und Unterstützung in Koordinierungsangelegenheiten insbesondere zu Beginn des Referendariats.
  • Durchführung und kontinuierliche Anpassung eines schulischen Begleitprogramms (Ausbildungscurriculum) in Form von wöchentlichen ABB-Sitzungen mit Schulexperten wie z. B. der Erprobungsstufenleitung, der Präventionsbeauftragten, der Verantwortlichen für die Öffentlichkeitsarbeit etc.
  • Teilnahme an Unterrichtsbesuchen und deren Nachbesprechungen, Besuche im selbstständigen Unterricht mit anschließender Beratung.
  • kontinuierliche mündliche Unterrichtung der Schulleitung über den Ausbildungsprozess der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter, insbesondere in Verbindung mit der dienstlichen Abschlussbeurteilung.

Das Begleitprogramm bzw. Ausbildungscurriculum

Das Ausbildungscurriculum versteht sich als modifizierbar und wird kontinuierlich den Bedürfnissen der Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern angepasst und ist kompetenzorientiert. Es dient der Unterstützung, Beratung, Information und dem Austausch der angehenden Lehrerinnen und Lehrer und aller Ausbildungsbeteiligten.

Evaluation

Im Zusammenhang mit der permanenten Anpassung erfolgt eine generelle Evaluation des Begleitprogramms. Dabei äußern sich die Referendarinnen und Referendare in einem Rückmeldebogen schriftlich über ihre Erfahrungen mit dem Begleitprogramm. Dies geschieht am Ende der Ausbildung und wird ab November 2014 fest etabliert.

Individuelle Förderung

Individuelle Förderung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern gehört zum Standard der Lehrerausbildung am AMG. Unterstützung in Form von Team-Teaching mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, Unterstützung bei der Erstellung von Unterrichtsreihen, ebenso bei der Erstellung und Korrektur von Klausuren werden je nach erkennbarem Bedarf angeboten und ermöglicht.

Praktika für Lehramtsstudenten am AMG

Am AMG können alle schulbezogenen Praxisphasen im Bachelor- und Masterstudiengang absolviert werden, die nach dem neuen Lehrerausbildungsgesetz obligatorisch abzuleisten sind.

Dazu gehören die folgenden schulpraktischen Ausbildungselemente:

  • ein dem Studium vorangestelltes Eignungspraktikum
  • das Orientierungspraktikum (im ersten Jahr des Bachelor-Studiengangs)
  • das Praxissemester  (im 2. Semester des Masterstudienganges)

Die mit der Praktikumsbetreuung beauftragte Lehrkraft koordiniert die Anmeldungen für alle Praktika,  und betreut die Praktikanten während des gesamten Aufenthaltes in der Schule. Dazu gehören die Erledigung aller Kontakte und Formalitäten rund um die Praktikumsplatzvergabe und -durchführung, die Einführung der Praktikanten in die örtlichen Gegebenheiten und die Regelungen des Schulalltages, das Aufstellen von individuellen Stundenplänen für die Praktikanten und  die dazu nötigen Absprachen mit den Lehrkräften, die Beratung während des Praktikums, die Kontrolle der Einhaltung der Praktikumsverpflichtungen sowie die abschließenden Feedback- und Beratungsgespräche. Beim zukünftigen Praxissemester koordiniert die mit der Praktikumsbetreuung beauftragte Lehrkraft in Verbindung mit den Fachvorsitzenden die fachliche Betreuung der Praxissemester-studenten durch Mentoren aus den jeweiligen Studienfächern.

Wegen der großen Nachfrage nach Praktikumsplätzen am AMG stehen Plätze fürs Orientierungs-praktikum, das die Studierenden auch an anderen Schulformen absolvieren können und sollen, nur eingeschränkt zur Verfügung; bei den anderen beiden Praktika dagegen im Umfang der gesetzlichen Vorgaben.

XII.     Schlusswort

Das Schulprogramm stellt den Stand der Unterrichts- und Schulentwicklung des Albertus-Magnus-Gymnasiums am Ende des Jahres 2014 dar. Es wurde in den Mitwirkungsgremien diskutiert und beraten und am 11.12.2014 von der Schulkonferenz beschlossen.

Die darin formulierten Entwicklungsvorhaben sind als Aufgaben der Schul- und Unterrichtsentwicklung der Folgejahre zu verstehen. Das Schulprogramm soll in regelmäßigen Abständen aktualisiert und fortgeschrieben werden.  Ergänzungs-/Änderungsanträge sollen jährlich in den ersten Monaten des Schuljahres in den Mitwirkungsgremien beraten und abschließend auf der 2. Schulkonferenz im Schuljahr beschlossen werden.

Bergisch Gladbach (Bensberg), den 11. Dezember 2014