Auf französischem Terrain

Das war schon ein feierlicher Moment, als die französische Praxissemesterstudentin erklärte, dass wir im Institut français auf französischem Boden seien und uns hier mitten in Köln in der Nähe des Barbarossaplatzes in Frankreich befänden.

Das Institut français beteiligt sich an der Verbreitung der französischen Kultur und Sprache weltweit und ähnelt damit den Goethe-Instituten, die das Deutsche in aller Welt lehren und vertreten.

Das Institut français Köln ist eines der ältesten französischen Kulturinstitute in Deutschland. Es wurde 1951 durch einen Vertrag zwischen Frankreich und der Universität Köln gegründet: Nur sechs Jahre nach dem Ende einer unerbittlichen Erbfeindschaft!

Alle Schülerinnen und Schüler der dritten Fremdsprache des AMG besuchten am 2.7.19 dieses Kulturinstitut mit Frau Hagedorn und mir. Man hatte dort ein ausgeklügeltes Programm vorbereitet, das auf Französisch präsentiert wurde. Da das jeweilige Résumé des Gesagten auf der Leinwand auf Deutsch zu lesen war, konnten auch die Absolventen des ersten Jahres Französisch ganz gut folgen. Nach dem ersten Teil fanden sich unsere Schülerinnen und Schüler in gemischten Gruppen zusammen, denen sie originelle Namen gaben s. Fotos. Es mussten Rätselfragen gelöst und schnell reagiert werden.

Der zweite Teil der Veranstaltung fand in der Médiathèque statt. Denn das Institut umfasst verschiedene Bereiche:

  1. Die Sprachkurse für jedes Niveau (von A1 bis C 2) und für jedes Publikum.
  2. Die DELF-DALF-Prüfung, auf die wir ja auch am AMG vorbereiten.
  3. Die Mediathek, wo man viele Bücher, Filme oder Musik ausleihen kann.
  4. Im großen Saal in der ersten Etage werden viele kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Filmvorführungen und Konzerte abgehalten.

In der Mediathek lösten die Schülerinnen und Schüler eine konventionelle Rallye, was auch viel Spaß machte und viele Erkenntnisse zu französischen Büchern und Zeitungen vermittelte. So staunte die Gruppe nicht schlecht, „Charlie Hebdo“ in den Händen zu halten, das sie bisher nur aus der Berichterstattung zu den schrecklichen Attentaten kannten.

Die beiden Praxissemesterstudenten haben sich wirklich viel Mühe gegeben, und es war für uns auch interessant, zu erfahren, dass sie internationale Kommunikation und auswärtige Beziehungen studieren.

Für die beiden Kurse war es hoffentlich eine Motivation, Französisch fortzusetzen und festzustellen, dass man auch dann den Kontext versteht, wenn man auch nicht jedes einzelne Wort entschlüsseln kann.

Bonne continuation !      Annegret Verroul