„Die Kinder fühlen sich als Gewinner der Herzen…..“

so das Fazit einer Mutter am Tag nach der Bürgerversammlung, die am 4.10. 12 im Ratssaal Bensberg stattgefunden hat. Und dies bestätigen wohl auch die Pressereaktionen, die vielfach auf das „Herz“ für Bensberg Bezug genommen haben.

Schon die Präsentation unseres Modells auf dem Herbstfest in der Fußgängerzone – zwei Pavillons vom offiziellen Architektenmodell entfernt – fand nicht nur bei vielen Passanten Zustimmung und Begeisterung , sondern selbst von Architekt und Investor-Vertreter wurden lobende Worte der Anerkennung für Idee und Modell gefunden.
Besonders wichtig war uns die Würdigung des Städteplaners und Ingenieurs Dr. Hardi Wittrock, der eigens gekommen war, um unser Modell in Augenschein zu nehmen, da er selbst schon vielfach zu Bensbergs Städteplanung Stellung genommen hat und nun neugierig war, was sich SchülerInnen zu diesem Problemkreis hatten einfallen lassen.

So nahm er denn als erster Redner der Bürgerversammlung in seinen Ausführungen auch noch einmal ausdrücklich auf uns Bezug: „Ein Lob möchte ich ausdrücklich der Klasse 7c des AMG aussprechen, die intuitiv erkannt hat, was Bensberg nottut. Dass deren Ideen so nicht durchführbar sind, ist klar. Aber die Jugendlichen haben ein Gespür dafür gezeigt, wie Stadtplanung auch – ohne Investitionsdruck – aussehen könnte. Hut ab.“

Und so nahmen viele Redner der Bürgerversammlung in Ihren fast durchweg negativen Stellungnahmen zum geplanten Vorhaben direkt oder indirekt immer wieder Bezug auf unseren Gegenvorschlag, ohne dass wir uns großartig in die Debatte hätten einbringen müssen – denn im Vorraum unmittelbar vor dem Ratssaal war unsere Idee der Freitreppe modellhaft und damit anschaulich präsent. Dazu verteilten die SchülerInnen unser Logo als rotes Pappherz mit Treppe zum Anstecken mit einer kurzen Info an alle Interessierten und Sympathisanten, so dass es später im Ratssaal an so mancher Stelle im Publikum unübersehbar rot leuchtete….
Auch danach war das Interesse an unserem Modell sehr groß, so dass die SchülerIinnen, die bis kurz vor Zehn in der Versammlung mit ihren Eltern geblieben waren, noch einmal – inzwischen geübt und gekonnt – den vielen Fragen zu unserem Modell Rede und Antwort standen.

Zuvor hatten sie in einer einstündigen Veranstaltung ihre Idee zwei Damen vom Bauplanungsamt der Stadt vorstellen dürfen. Hier war die Atmosphäre- trotz Keksen und Süßigkeiten – eher kühl und mit vielen kritischen Fragen gespickt – es gab aber auch viel Bereitschaft die Schwierigkeiten eines solchen Bauvorhabens ausführlich zu erklären. Eine Würdigung von dieser Stelle gab es erst später auf der offiziellen Bürgerversammlung, wo die Moderatorin nicht umhin kam, das Engagement der Klasse 7c vom AMG coram publico noch einmal lobend zu erwähnen.

Und noch etwas Schönes: Die 7c ist demnächst im Malerwinkel-Hotel als Dank für ihr Engagement zum Frühstück eingeladen.

Ingelore Ebeling

Zeitungsberichte:
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