Der Abigag: ein etwas ungewöhnlicher Schultag (26.06.2012)

Am Ende des Schuljahres, wenn die Abiturienten mit der Schule fertig sind und das Curriculum auch fast durch ist, bietet sich die Gelegenheit, den Unterricht etwas lockerer zu gestalten. Da freut es alle Schüler, wenn die Schulleitung es den Abiturienten an einem Tag im Jahr erlaubt, einen Abischerz zu veranstalten und den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten, dieses Jahr am 26. Juni 2012.

Schon am Abend zuvor traf sich die Stufe 13 am AMG, um den Abigag vorzubereiten. Dazu wurde die Stufe in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe klebte das Atrium und die Gänge mit Absperrband zu, sodass Schüler und Lehrer nur erschwert die Räume erreichen konnten. Eine andere Gruppe pumpte fast 1000 Luftballons im Lehrerzimmer auf, um dort das Durchkommen zu erschweren. Und die dritte Gruppe verschob in den Klassenräumen die Tische und Stühle und blockierte die Türen – die naturwissenschaftlichen Räume und Räume mit ActivBoards wurden selbstverständlich verschont.

Heute standen die 13er schon früh am Morgen auf, denn um 7 Uhr wurden letzte Vorbereitungen für den Abigag getroffen. So wurden alle Türen verschlossen und die eintreffenden Schüler und Lehrer konnten nur durch das versperrte Atrium klettern. Es traf sich, dass am Tag des Abistreiches sowohl die komplette Schulleitung als auch beide Hausmeister abwesend waren, sodass den wichtigsten Autoritätspersonen leider der Spaß entgangen ist.

In den ersten beiden Stunden war durch das Umräumen der Stühle und Tische nur eingeschränkt Unterricht möglich. Insbesondere in den 5. Klassen packten die 13er mit an und halfen, die gestapelten, schweren Tische wieder herunterzuheben. Auch die Lehrer hatten ihren Spaß daran, mit den Luftballons im Lehrerzimmer zu spielen – trotz des intensiven Gummi-Geruchs. Zur gleichen Zeit baute die Stufe 13 die Bühne und Musikanlage im Schulhof auf, sodass bereits in der ersten Pause die Schüler mit Musik auf das kommende Programm eingestimmt wurden.

In der 3. und 4. Stunde war die Schule zurück in den Alltag verfallen und der Unterricht fand regulär statt – passend für die 13er, die in dieser Zeit den Parcours aufbauten. Zu Beginn der zweiten Pause wurden die Schüler mit Musik auf den Schulhof gelockt. Wie mit der Schulleitung vereinbart, begann der eigentliche Abigag in der zweiten Pause; anschließend war für die Schüler unterrichtsfrei.

Blauer Himmel und herrlicher Sonnenschein eigneten sich ideal für Wasserbomben und Wasserpistolen. Im klassischen Sinne besteht der Abigag aus einem Wettkampf zwischen Schülern und Lehrern. Dazu hatte die Stufe 13 einen Parcours mit Schubkarrenrennen, Hürdenlauf, Sackhüpfen und Wasserbomben zerplatzen Lassen aufgebaut. Anschließend schauten Schüler und Lehrer bei Pantomimen zu und sollten, passend zum Abimotto Abiversal Studios – 13 abgedrehte Jahre, den geschauspielerten Film erraten – von Dirty Dancing über Fluch der Karibik bis James Bond waren alles Genres vertreten. Den Wettkampf gewannen selbstverständlich die Schüler.

Von der pflichtbewussten Stufe 13 wurden anschließend alle Absperrbänder und Wasserbombenfetzen eingesammelt, die Bühne abgebaut und auch alle restlichen Tische und Stühle zurückgestellt. So war schon eine Stunde später nichts mehr vom Abigag zu erkennen – es bleiben jedoch die Bilder und Erinnerungen. Der morgige Schnuppertag für die zukünftigen 5er und der reguläre Unterricht können wieder wie gewohnt stattfinden.

Insgesamt war der Abischerz ein voller Erfolg – bei schönem Wetter erlebten die gut gelaunten Schüler und Lehrer einen abwechslungsreichen Schultag kurz vor den Sommerferien, der von den nachfolgenden Stufen sicherlich mit neuen Ideen fortgesetzt wird. Die Stufe 13 bedankt sich bei der Schulleitung, allen teilnehmenden Lehrern und dem begeisterten Publikum.

Stefan Hamburger