Alles im grünen Bereich am AMG

Die BigBand unter Leitung von Freddy Burger sorgte für Stimmung.

Frau Schlünder von der AOK überreichte einen Scheck über €1.000 zur Unterstützung des Projekts.

Das AMG freute sich über zahlreiche prominente Gäste aus der Politik, Stadt- und Kreisverwaltung, über wichtige Sponsoren (z.B. von der Bensberger Bank und der Kreissparkasse, der AOK und „step into action“), Vertreterinnen und Vertreter unserer Partnerprojekte wie dem Seniorenzentrum Lerbacher Wald und dem Heilpädagogischen Kinderheim, dem Förderverein des AMG, Eltern- und Schülervertreter und viele, die sich auf unterschiedlichste Weise für das Projekt „Sonneninsel“ und für die Fairtrade-AG stark gemacht haben. Ihnen allen sei gedankt, denn ohne so vielfältige Unterstützung kann eine Schule ein so großes Projekt nicht stemmen.
Nach einem Grußwort von Bürgermeister Lutz Urbach zeichnete Frau Dziadeck die Geschichte des Projektes nach: „Dieser Erfolg hat einige Mütter, viele Geschwister, ein paar Paten und auch einige Patenonkel“, mit diesen Worten beschrieb die Vorsitzende des Fördervereins am AMG, Frau Anne-Kathrin Dziadeck, die Vollendung des vor 7 Jahren begonnen Projektes „Alles im grünen Bereich am AMG“. Hinter diesen netten Worten verbirgt sich in Wahrheit ein ausgeklügelter Plan von Frau Nolden, mit dem Ziel unseren Schulhof auf Vordermann zu bringen. Schüler oder Schülerinnen, die erst seit einem Jahr bei uns sind, haben vermutlich keine Vorstellung davon, wie der Schulhof vor sieben Jahren aussah. Also drehen wir die Uhr einmal zurück und sehen uns dieses Projekt an.
2012. Gerade eröffnet, ist die neue, moderne Mensa fantastisch anzusehen. Lässt man allerdings den Blick etwas zurück schweifen, wird man mit der harten Realität konfrontiert. Dorniges Gestrüpp überall und brachliegende Flächen wo man hinschaut. Es muss etwas geschehen, beschloss die damalige Schulleiterin Cornelia Sanio. Glücklicherweise erklärte sich sogleich Frau Nolden, Architektin von Beruf, bereit, einen Plan zu erstellen. Dieser Plan bestach gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen sah der Schulhof einfach wundervoll aus, mit viel Grün und vielen Sitzgelegenheiten. Zum anderen bestand der Plan aus mehreren einzelnen Modulen und war so einfach zu verwirklichen. Wobei „einfach“ natürlich leicht gesagt ist. Trotz ausgeklügelter Planung erforderte das Projekt schlussendlich sieben Jahre Zeit und die Hilfe von etlichen Sponsoren, wie z.B. der Bensberger Bank, der Kreissparkasse oder auch der Stadt Bergisch Gladbach selbst. Doch zurück zu unserer Zeitreise. Man entschied sich dafür, als Erstes die Idee der „Bauminsel“ zu verwirklichen. Nachdem dies erledigt war, wurde beschlossen, sich als nächstes dem Projekt „Mensagarten“ zu widmen. Dieser bestand aus mehreren Tischen und Bänken, um die einige Hecken gepflanzt wurden. Um das Projekt umsetzen zu können, musste aber erst das nötige Geld besorgt werden. Dafür hat die Schule einen Sponsorenlauf und ein Schulfest organisiert. Nun fehlte nur noch ein Modul des großen Plans, nämlich die „Sonneninsel“. Bereits 2015 wurde mit der Planung begonnen und Dank der Hilfe zahlreicher Sponsoren konnte dieses Projekt nun, vier Jahre später, vollendet werden. Doch eine Anhängerin dieses Vorhabens ist besonders hervorzuheben. Unsere ehemalige Schulleiterin Frau Sanio war und ist eine der größten Verfechterinnen der Sonneninsel. So bat sie beispielsweise anlässlich ihrer Pensionierung, von Geschenken abzusehen und stattdessen an das Projekt „Sonneninsel“ zu spenden. Allein durch diese Spenden kamen 3.400 € zusammen.

Und jetzt, sieben Jahre nachdem beschlossen wurde, wir müssen etwas tun, ist es geschafft. Dank vieler Väter und Mütter, Brüder und Schwestern und vielen Anderen, können wir mit Fug und Recht sagen: Alles im grünen Bereich am AMG!
Doch wurde an diesem 15. Mai nicht nur die Einweihung der Sonneninsel gefeiert, nein unsere Schule hatte es zudem geschafft, endlich den Titel „Fairtrade School“ zu erlangen. Diese Kampagne gibt es seit 2012 und es werden Schulen ausgezeichnet, die sich besonders für den fairen Handel einsetzen und dabei auch noch fünf Kriterien erfüllen. Zunächst wird gefordert, dass es ein Schülerteam gibt. Hierbei muss man beachten, dass Fairtrade erst durch eine Gruppe Schüler, aus denen später die Fairtrade AG werden sollte, an unserer Schule ein Thema wurde. Also CHECK, dieses Kriterium ist auf jeden Fall erfüllt. Die nächste Vorgabe ist, dass ein sogenannter „Fairtrade Kompass“ erstellt wird. Hierin muss unter anderem bestätigt werden, dass fairer Handel auch im Unterricht thematisiert wird und das fair gehandelte Produkte zur Verfügung stehen. Das wurde gewissenhaft von unserer Fairtrade AG erledigt. CHECK. Dass fair gehandelte Produkte sowohl Lehrern als auch Schülern zur Verfügung stehen, war die dritte Voraussetzung. Dies wird am AMG unter anderem durch den Fair-O-Mat umgesetzt, einen Automaten mit fairen Snacks. Das heißt: CHECK. Kriterium Nummer vier war, dass der faire Handel im Unterricht besprochen wird. Wenig Handlungsbedarf-CHECK. Bleibt nur noch eine Vorgabe zu erfüllen, nämlich das regelmäßig Aktionen durchgeführt werden. Wie die Vertreterin von Fairtrade Deutschland schön gesagt hat: Sie habe noch an keiner Schule Lehrer gesehen, die sich als Bananen verkleidet haben. Also auch CHECK! Dem Titel „Fairtrade School“ stand nichts mehr im Wege. Bei der Preisverleihung wurde auch gesagt, dass jeder die Welt ein kleines bisschen fairer und gerechter machen kann. Das ist richtig und auch ganz einfach: Beim nächsten Einkauf auch einmal nach dem Fair Trade Siegel Ausschau halten! So kann man vielen Menschen helfen. Also können wir auch in Sachen Fairtrade sagen: Alles im grünen Bereich am AMG!

Text: Janek Stockhaus (8d)

Fotos: FOR

Auch das Bergische Handelsblatt berichtete über das Ereignis. Den Artikel kann man HIER einsehen.